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Atemgrenzwert

1 Definition

Als Atemgrenzwert bezeichnet man das Atemzeitvolumen, das ein Proband maximal willkürlich erreichen kann (bei maximalem Atemzugvolumen und maximaler Atemfrequenz). Er kann als orientierende Untersuchung bei Verdacht auf eine Ventilationsstörung pneumotachographisch bestimmt werden.

2 Durchführung

Zur Messung wird der Patient aufgefordert über das Mundstück eines Pneumotachographen für einen Zeitraum von 10 Sekunden maximal zu hyperventilieren.

3 Aussagekraft

Der auf eine Minute umgerechnete Normwert beträgt 120 bis 170 Liter, wobei alters- und geschlechtsspezifische Schwankungen zu berücksichtigen sind. Eine Verminderung des Atemgrenzwertes ist als Hinweis auf eine Ventilationsstörung zu werten.

Aussagen über die qualitative Differenzierung und den quantitativen Umfang der vorliegenden Störung sind auf Grundlage des Befundes nicht möglich, sondern erfordern nachfolgende Untersuchungen (z.B. Spirometrie, Tiffeneau-Test, Bodyplethysmographie).

Fachgebiete: Physiologie, Pneumologie

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