Arztrolle nach Parsons
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1 Definition [bearbeiten]
Die Arzttrolle nach Parsons ist ein Set von fünf Verhaltungserwartungen an den Arzt, das vom Soziologen Talcott Parsons formuliert wurde. Sie definieren die soziale Rolle des Arztes, d.h. das Verhalten und die Einstellungen, die man von ihm aufgrund seiner sozialen Position erwartet.
2 Verhaltenserwartungen [bearbeiten]
2.1 Funktionale Spezifität [bearbeiten]
Die Aufgaben des Arztes sind es, Krankheiten zu verhüten (Prävention), zu diagnostizieren und zu behandeln. Zur funktionalen Spezifität gehört es auch, dass ein Arzt einen Patienten zu einem anderen Facharzt überweist, wenn er in seinem Fachgebiet keine Krankheit feststellen kann, der Patient jedoch weiterhin Beschwerden hat.
2.2 Uneingeschränkte Hilfsbereitschaft [bearbeiten]
Sie verlangt, dass ein Arzt allen Patienten, unabhängig ihrer sozialen Position oder Eigenschaften, dieselbe Hilfe zukommen lässt. Ein armer Mensch sollte dieselbe Hilfe erfahren wie ein adeliger oder berühmter Mensch.
2.3 Affektive Neutralität [bearbeiten]
Talcott Parsons fordert, dass der Arzt seinem Patienten neutral gegenübertritt. Er sollte sich in seinem Handeln nicht von bestimmten Sympathien oder auch Antipathien beeinflussen lassen.
2.4 Fachliche Kompetenz [bearbeiten]
Der Soziologie erwartet, dass ein Arzt das nötige Wissen aufweist, um Krankheiten zu verhüten, zu erkennen und zu behandeln.
2.5 Altruismus [bearbeiten]
Der Arzt ist dazu verpflichtet, uneigennützig zu arbeiten. Er darf den kranken Patienten nicht zu seiner Bereicherung nutzen.
Fachgebiete: Psychologie
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