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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Arzt-Patient-Beziehung

Synonyme: Patient-Arzt-Beziehung
Englisch: doctor-patient relationship

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Unter der Arzt-Patient-Beziehung versteht man die soziale Interaktion (Beziehung) zwischen einem Arzt und dem Patienten, der sich vom Arzt beraten oder behandeln lässt.

Die Regeln für die Arzt-Patient-Beziehung sind auch im Eid des Hippokrates, in der Genfer Deklaration des Weltärztebundes und in berufsethischen oder standesrechtlichen Richtlinien festgehalten.

2 Beziehungsmodelle

Insgesamt gibt es drei grundlegende Hauptmodelle der Arzt-Patient-Beziehung, wobei die tatsächliche vorgefundene Beziehung auch eine Mischung aus Anteilen der verschiedenen Modelle sein kann.

2.1 Paternalistisches Modell

  • Der Arzt hat die Rolle des "Halbgottes in Weiß"
  • Patient bleibt passiv und wird auf seinen körperlichen Befund reduziert
  • Missachtung der Autonomie des Patienten

2.2 Dienstleistungsmodell

  • Arzt stellt Dienstleister dar, Patient den Kunden
  • Der Arzt ist Experte, die Entscheidungskompetenz bleibt beim Patienten
  • Problem dieses Modells: viele Patienten wollen ihren Arzt nicht als technischen Experten sehen, sie erwarten eine emotionale Anteilnahme
  • Weiteres Problem: Der Arzt führt die Diagnostik durch, die vom Kunden gewünscht wird. Damit kann er dem Patienten ggf. erheblichen Schaden zufügen.[1]

2.3 Partnerschaftliches Modell

  • Kooperative Zusammenarbeit
  • Patient wird als mündiger Mensch respektiert
  • Der Arzt hat die Aufgabe den Patienten so aufzuklären, dass dieser zur begründeten Entscheidung befähigt wird
  • Arzt und Patient sind gemeinsam für alle Entscheidungen verantwortlich
  • Empathie, Echtheit und positive Wertschätzung als Grundlagen des Arztes dienen der optimalen Nutzung der therapeutischen Beziehung und der Verstärkung der Wirkungen des ärztlichen Handelns

3 Siehe auch

4 Quellen

  1. Rückenschmerzen: Röntgen ist nur selten erforderlich Deutsches Ärzteblatt 2011; 108 (34-35): A-1770, abgerufen 14.01.2014

5 Literatur

S. Theisel, T. Schielein, H. Spießl: "Der ideale Arzt aus Sicht psychiatrischer Patienten." (Psychiatrische Praxis, 37. Jg. 2010, S. 279-284)

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