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Aktive Insuffizienz

1 Definition

Eine aktive Insuffizienz liegt vor, wenn ein Muskel bereits voll verkürzt ist, aber eine von ihm bediente Gelenkfunktion noch nicht die Endstellung erreicht hat, die durch die physiologisch mögliche, maximale Kontraktion des Muskels einnehmbar wäre.

Mit anderen Worten: Das Gelenk könnte noch weiter bewegt werden, der Muskel ist aber nicht mehr dazu in der Lage.

2 Physiologie

Zweigelenkige Muskeln üben nicht auf alle von ihnen bedienbaren Gelenkfunktionen die maximale Wirkung aus. In manchen Kombinationen von Gelenkstellungen ist ihr Verkürzungspotential in Bezug auf die Bewegungen an denen sie beteiligt sind, quasi "zu gering". Deshalb ist hier die aktive Insuffizienz physiologisch. Bei eingelenkigen Muskeln ist eine aktive Insuffizienz pathologisch.

3 Beispiel

Im Kniegelenk kann durch die aktive Insuffizienz der Beugemuskulatur bei Neutral-Null-Stellung der Hüfte eine Flexion von 125° nicht überschritten werden. Erst bei zusätzlicher Flexion im Hüftgelenk können 140° erreicht werden. Je weiter die Hüfte in Extension geht, desto weniger Flexion im Kniegelenk ist möglich.

siehe auch: passive Insuffizienz

Fachgebiete: Physiologie

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