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AMPA-Rezeptor

1 Definition

Der AMPA-Rezeptoren sind unspezifische Kationenkanäle und gehören zur Untergruppe ionotroper Glutamatrezeptoren. Sie sind im Zentralnervensystem weit verbreitet und stellen hier die häufigste Form von Neurotransmitter-Rezeptoren dar.

2 Biochemie

AMPA-Rezeptoren bestehen aus 4 Untereinheiten mit jeweils 3 Transmembrandomänen pro Untereinheit. Die Untereinheiten setzen sich jeweils aus rund 900 Aminosäuren zusammen und haben eine Masse von etwa 100 kDa. Es werden bisher vier unterschiedliche AMPA-Rezeptoren angegeben, die als GluR1 bis 4 bezeichnet werden.

Die relative Leitfähigkeit für Kalziumionen über AMPA-Rezeptoren ist unterschiedlich und beruht auf der Zusammensetzung der einzelnen Untereinheiten. Dabei sind GluR1, GluR3 und GluR4 permeabel für Kalziumionen. Die GluR2-Untereinheit ist aufgrund der enzymatischen Veränderung durch das Enzym Adenosindeaminase nicht für Kalzium durchlässig. Dies beruht auf der Veränderung der GluR2-Domäne, in der das Glutamin zu Arginin umgewandelt wird.

Biochemische Verwandte der AMPA-Rezeptoren sind der NMDA- und der Kainat-Rezeptor. AMPA und Kainat sind synthetisch hergestellte Liganden, die im Gegensatz zu Glutamat nur an diese zwei Rezeptoren binden können.

Fachgebiete: Biochemie

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