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Beim Neglect handelt es sich um eine neurologische Störung der Aufmerksamkeit in Form der Vernachlässigung einer Raum- bzw. Körperhälfte (egozentrisch) und/oder Objekthälften (allozentrisch).
Ein Neglect tritt häufig nach größeren rechtshemisphärischen Hirninfarkten oder Blutungen der Arteria cerebri media auf. Ursächlich ist eine Läsion im Parietallappen der Hirnrinde (Cortex).
Die Erkrankung kann sich in allen Sinnesmodalitäten äußern, entsprechend ist die Symptomatik vielfältig. Die betroffenen Patienten sind sich meistens ihrer Defizite nicht bewusst und empfinden ihr Verhalten zunächst als normal. Die Auswirkungen auf den Alltag unterscheiden sich je nach Schweregrad der Störung.
Die differenzierte Diagnostik erfolgt im Rahmen der klinischen Neuropsychologie. Therapeutisch werden kompetenzzentrierte sowie kompensatorisch und restitutiv ansetzende Verfahren eingesetzt: Explorationstraining, Stimulation der Nackenmuskeln, computergestützte Stimulationsverfahren, die den optokinetischen Nystagmuseffekt nutzen.
Ein visueller Neglect wird gelegentlich irrtümlich bei Patienten mit einem eingeschränkten Gesichtsfeld diagnostiziert. Bei Gesichtsfeldeinschränkungen ist jedoch ausschließlich die visuelle Wahrnehmung, d.h. das Sehen betroffen. Deshalb ist die Störungseinsicht des Patienten in der Regel deutlich besser.




Neglect und assoziierte Störungen
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Child Abuse & Neglect - A Diagnostic Guide For physicians, surgeons, pathologists, dentists, nurses and social workers
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