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Synonym: Trichilemmalzyste, Tricholemmalzyste, Grützbeutel


Ein Atherom ist ein sackartiger, langsam wachsender, prall-elastischer Knoten in oder unter der Haut, bedingt durch eine Verstopfung des Ausführungsganges der Talgdrüsengänge.
Ursächlich für ein Atherom ist das Verstopfen einer oder mehrerer Talgdrüsen. Diese sezernieren normalerweise Talg und sorgen somit für die Einfettung der Haut. Der Ausführungsgang kann nun zum Beispiel durch abgeschliffene Epidermiszellen oder eingetrockneten Talg verstopft werden. In diesem Fall kann der Talg nicht mehr sezerniert werden und sammelt sich unterhalb oder innerhalb der Haut. Hierdurch erklärt sich das langsame Wachstum eines Atheroms, da die Talgdrüsen nur sehr kleine Mengen pro Tag produzieren und sezernieren.
Prädestinierte Hautareale sind solche mit vielen Talgdrüsen wie die behaarte Kopfhaut, das Gesicht, der Hals oder der Nacken.
Die Größe eines Atheroms reicht von senfkorngroß bis zu tennisballgroß. Bei der Palpation fühlt es sich derb oder prallelastisch. Pathognomonisch für das Atherom ist ein zentraler schwarzgrauer Punkt. Dieses ist der verstopfte Talgdrüsenausführungsgang, der allerdings nicht in allen Fällen sichtbar ist.
Patienten mit einem Atherom kommen häufig aus ästhetischen Gründen zum Arzt sobald das Atherom groß und auffällig geworden ist. Ein anderer Grund kann ein neu aufgetretenes, unangenehmes Spannungsgefühl sein. Eine häufige Komplikation ist die durch Manipulation des Patienten provozierte Infektion des Atheroms. Die Symptome sind einem Abszess gleich (Schwellung, Rötung, Schmerzen und Überwärmung). Das Atherom enthält hierbei zusätzlich Pus (Eiter) und kann nach Eröffnung kutaner Gefäße Einblutungen aufweisen.
Die sinnvollste und am meisten erfolgsversprechende Therapie des Atheroms ist die Operation.
Die Exzision eines Atheroms ohne additive Infektion gestaltet sich relativ unkompliziert. Wichtig ist die Entfernung des Talgdrüsenausführungsganges (schwarzer Punkt) sowie der Kapsel. Wird die Kapsel eröffnet oder ein Teil des Ausführungsganges in der Haut belassen, ist ein Rezidiv des Atheroms so gut wie vorprogrammiert.
Aufgrund der durch den Entzündungsprozess bedingten teigigen Schwellung des Atheroms wäre eine komplette Entfernung der Kapsel nicht möglich. Es empfiehlt sich somit eine Operation wie bei einem Abszess. Hierzu wird das Atherom nach Vereisung gespalten, der Talg und Eiter sorgfältig entfernt und anschließend mit einem Antiseptikum gespült. Zusätzlich kann eine Antibiotikaprophylaxe erfolgen.




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