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Problembasiertes Lernen

Synonyme: Problemorientiertes Lernen
Englisch: Problem-based learning

1 Definition

Problembasiertes Lernen (PBL) oder auch Problemorientiertes Lernen (POL) ist eine praxisorientierte Unterrichtsmethode. Die Studierenden sollen Wissen und Problemlösefähigkeiten durch das Lernen an realen und anwendungsorientierten Problemstellungen erwerben und dabei weitgehend selbstständig eine Antwort finden.

2 Schritte von POL

Die acht Schritte der problemorientierten Lehr-Lernspirale sind:

2.1 Problempräsentation (Setting)

Das Fallbeispiel wird von allen Anwesenden gelesen. Gleichzeitig werden zusammen inhaltliche Unklarheiten geklärt.

2.2 Hypothesenbildung/ Problemdefinition (Brainstorming)

Anwesende tragen Teilprobleme zusammen, diese werden schriftlich festgehalten.

2.3 Hypothesendiskussion

Die Gruppe sammelt zu dem festgelegten Problem Vermutungen und Ideen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt noch keine Wertung der Ideen.

2.4 Ordnung der Hypothesen (Ranking)

Die Gruppe ordnet die gesammelten Ideen. Es wird entschieden, welche Aspekte relevant sind.

2.5 Formulierung der Lernziele

Es wird geklärt, welche Sachverhalte noch erarbeitet werden müssen. Es werden genaue Lernziele definiert und schriftlich fixiert.

2.6 Lernzielgesteuertes Selbststudium oder Gruppenstudium

Die formulierten Lernziele werden durch Nutzung von Ressourcen erarbeitet.

2.7 Synthese der Lerninhalte

Es erfolgt eine Präsentation der erarbeiteten Wissenslücken. Aufgrund dessen wird die Problemstellung erneut diskutiert. Die wichtigsten Informationen werden kritisch betrachtet und schriftlich festgehalten. Oftmals sind auch verschiedene Lösungen möglich und zugelassen.

2.8 Analyse der anfänglichen Problemstellung

Die Gruppensitzung sollte mit eine Bewertung abgeschlossen werden. Dabei sollten die Gruppenmitglieder auch auf die Interaktion der Gruppe eingehen.

3 Ziele

POL basiert auf dem Gedanken des lebenslangen Lernens und soll den Einzelnen zur Eigeninitiative und Lernen im Team motivieren. Es trägt ebenso zum Erwerb flexibel nutzbaren Wissens, zur Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen sowie einer besseren Problemlösefähigkeit bei.

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Fachgebiete: Medizinstudium

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