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Oxygenierungsindex

Synonyme: Oxygenierungsindex nach Horovitz, Horovitz-Index
Englisch: oxygenation ratio

1 Definition

Der sogenannte Oxygenierungsindex dient der Beurteilung der Oxygenierungsfunktion der Lunge, d.h. ihrer Fähigkeit, das durch sie fließende Blut mit Sauerstoff aufzusättigen.

2 Bestimmung

Hierzu muss man z.B. mittels einer Blutgasanalyse den arteriellen Sauerstoffpartialdruck (paO2) im Blut bestimmen und diesen dann durch die inspiratorische Sauerstoffkonzentration, d.h. die Sauerstoffkonzentration der Einatemluft (FiO2), dividieren.

3 Referenzbereich

Unter Raumluft ergibt sich beim Lungengesunden ein Quotient von ca. 500 mmHg (= 100 mmHg/0,21).

4 ARDS

Beim ARDS werden nach der Berlin-Definition (2011) anhand dieses Quotienten drei Schweregrade unterschieden (PEEP bzw. CPAP jeweils ≥ 5 cm H2O):

  • mild: Horovitz-Quotient 201 – 300 mmHg
  • moderat: Horovitz-Quotient 100 – 200 mmHg
  • schwer: Horovitz-Quotient ≤ 100 mmHg

5 Berechnungsbeispiele

  • paO2 = 100 mm Hg (Normwert)
  • FiO2 = 0,2 (Raumluft)
    • 100 / 0,2 = 500 mmHg (entspricht einem Lungengesunden)
  • paO2 = 60 mm Hg
  • FiO2 = 0,6 (Beatmung mit 60% Sauerstoff)
    • 60 / 0,6 = 100 mmHg (hinweisend auf einen schweren Lungenschaden, z.B. ARDS)

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