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Hernie (Veterinärmedizin)

Die Hernie ist ein Bruch, Eingeweidebruch, es kommt zum Vorfall von Eingeweiden durch eine Lücke oder Schwachstelle in der Bauchwand (unter der Haut, oder benachbarte Hohläume). Zumeist ist es mit einer sackartigen Ausstülpung des Bauchfells oder einem Riß des Peritoneums verbunden, was man dann auch als interstitielle Hernie (inguinal, direkt, falsche) bezeichnet.

1 Klassische Bestandteile

  1. Bruchpforte: Weite der parietalen Bauchfellausstülpung
  2. Bruchring: Umgibt die Bruchpforte, meist aus Bauchmuskulatur bestehend
  3. Bruchsack: innerer (Periotneum) und äußerer Bruchsack, Bauchmuskulatur
  4. Bruchinhalt: z.B Darm

2 Arten von Hernien

  • kongenital/erworben
  • physiologisch/unphysiologisch
  • extraabdominal/intraabdominal
  • Benennung nach der Bruchpforte

3 Operative Versorgung in der Veterinärmedizin

  1. Reposition: Zurücklagerung des Organs an die richtige Position
  2. Verschluss
    1. Adaptation
    2. Defektdeckung ( Muskulatur, Netze/Gitter, Omentum, Perikard/Faszie, SIS)

3.1 Skrotalhernie

Zunächst erfolgt die Eröffnung und Darstellung im Leistenkanal. Im weiteren Verlauf gibt es zwei Varianten:

  • Nach Reposition der Organe erfolgt die Amputation des Proc. Vaginalis und damit die Kastration
  • Nach Reposition und einem Verschluss des Proc. vaginalis erfolgt die Raffung des Leistenkanals

Allgemein ist die Prognose sehr gut.

3.2 Umbillicalhernie

Die Erhöhung wird umschnitten, es erfolgt eine Reposition und eine entsprechende Vernähung, mit Unterhautnaht und Einzelheft.

Fachgebiete: Veterinärmedizin

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