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Hautplastiken (Veterinärmedizin)

1 Definition

Der Begriff Hautplastik beschreibt im Allgemeinen das Operationsverfahren zum Defektverschluss der Haut. Die Techniken und Vorgehensweisen sind bei jeder OP und auch Wundbehandlung unabdingbar. Der optimale Verschluss einer Wunder erfolgt als elliptische Form. Andere Wundformen werden versucht in diese Richtung anzupassen.

2 Allgemeines

Beim Verschluss des Defektes der Haut muss bedeutend auf die Hautspannung geachtet werden. Generell gilt als allgemeine Regel: Liegen Schnnitt und Wundnaht parallel zu den Spannungslinien, so kommt es zu einer deutlichen Verminderung der Spannung auf die Naht.

Der klassische Wundverschluss erfolgt bei einer elliptischen Wunde parallel zur Längsachse parallel zu den Spannungslinien.

Die Spannungslinien folgen von dorsal der Wirbelsäule nach ventral zur Bauchnaht. An den Gliedmaßen ist Vorsicht geboten: Die Spannungslinien verlaufen von kranial nach kaudal; Schnittführung muss angepasst werden. Eine Reduktion der Hautspannung kann durch Entlastungsschnitte, V-zu-Y-Plastik und der Z-Plastik erreicht werden.

Generell gilt es, die Wunde auf dem kürzesten Wege die Wunde verschließen. Bei unzureichende Hautmenge kann eine Mobilisierung durch Ablösung anliegender Hautareale von der Unterlage (zumeist Hautmuskel) erfolgen, dadurch wird ein größerer Spielraum gegeben. Bei der Hautmobilisierung muss auf die spezielle Blutversorgung geachtet werden.

3 Formen der Hautplastik

Man unterscheidet zwischen Nah-, Insel- und Fernlappenplastik.

3.1 Nahlappenplastik

Verschiebeplastik mit zufälliger Gefäßversorgung

  • Verschiebelappen: Wundränder aufeinander zugezogen, Verschiebung der Hautareale durch Hautmobilisierung
  • Rotationslappen: Von einem Mittelpunkt aus wird kreisförmig zur Mitte hin geschlossen
  • Schwenklappen: Im rechten Winkel zum Hautdefekt wird ein Hautstück ausgeschnitten und auf den größen Hautdefekt übertragen, es erfolgt ein Veschluss von beidem im Winkel.
  • Kombinationslappentechnik: Die 3 aufgeführten Techniken werden kombiniert.

3.2 Insellappen

Hautlappenplastik mit definierter Gefäßversorgung

  • Omocervicalis
  • Thoracodorsalis
  • Epigastica caudalis superficialis

3.3 Fernlappenplastik

Freie Hautplastik, Übertragung eines freien Hautareals, Vorbereitung des Transplantationsbettes, Entnahme muss mit Vorsicht erfolgene, keine Manipulatonen, oft wird auch ein Dermatom zur Gewinnung verwendet. Nach der Gewinnung wird Fett und Subcutis entfernt, Haarfollikel sollten leicht sichtbar sein.

  • Voll- und Spalthautpalsti
  • Mesh skin graft: Ausrollen oder "Netzbildung" durch kleine Schnitte und damit Vergrößerung des Hautstückes
  • Profung nach Braun
  • Taschenplastik

3.4 Spezielle Plastiken

Man unterscheidet des Weiteren auch Plastiken nach Zielsetzung und Einsatz an Geweben, diese können aber auch vorallem kosmetischen Zwecken dienen:

  1. Cheiloplastik: Lippenplastik, Rekonstruktion oder Veränderung der Lippen, Lippenformveränderung, Anhebung
  2. Vulvaplastik: Alterungsanpassung, Abhebung von überschüssiger umliegender Haut, Verbesserung der Paarungswahrscheinlichkeit

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