Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Emotionale Intelligenz

Englisch: Emotional intelligence

1 Definition

Nach Peter Salovey und John D. Mayer (1993) ist die Emotionale Intelligenz ein "Organisationsgerüst, mit dessen Hilfe sich Fähigkeiten zum Verständnis, der Steuerung und Nutzung von Gefühlen kategorisieren lassen."[1]

2 Entwicklung und Hintergründe

Zurückverfolgen lässt sich der Begriff emotionale Intelligenz über 40 Jahre, doch besonders geprägt wurde er von dem einflussreichen Buch Emotional Intelligence von Goleman[2] und einem 1990 veröffentlichen Artikel. Damit wurde eine ganze Flut dieser neuen Dienstleistungen hervorgebracht. 1997 wurden die ersten Selbseinschätzungs-Fragebögen entwickelt und 8 Jahre später die ersten Kompetenztests eingesetzt.

3 Die Bestandteile der EI

Es besteht keine Einigkeit darüber, welche Eigenschaften, Faktoren, Fähigkeiten o. Fertigkeiten Bestandteile der EI sind. Die meistens Theorien und Systeme beinhalten Konzepte über emotionales Bewusstsein und Regulation - also die Steuerung von Emotionen.

Einige Autoren gliedern die EI in diese Faktoren:

  • Selbstbewusstsein
  • Selbststeuerung
  • Selbstmotivation
  • Empathie
  • soziale Kompetenz

Eine andere, und etwas gebräuchlichere Konzeption hat 15 Komponenten, die in vier voneinander unabhängige Faktoren gliederbar ist:

  • Wohlbefinden (well-being)
  • Selbstkontroll-Fertigkeiten (self-control skills)
  • emotionale Fertigkeiten (emotional skills)
  • soziale Fertigkeiten (social skills)

4 Messung

Die EI wird generell als emotionaler Intelligenzquotient (EQ) gemessen. Dabei wird zwischen Leistungsmessungen ( z.B. IQ-Test mit richtig o. falsch) und Messungen typischer Reaktionen unterschieden, was weitreichende Implikationen hat. Dabei muss man beachten, dass Messungen durch Selbsteinschätzungen dazu führt, dass die Vorstellung entsteht, dass die EI im Wesentlichen eine Persönlichkeitseigenschaft sei, während potenzielle Leistungsmessungen zu Vorstellungen von EI, als kognitive Fähigkeit führen würden.

4.1 EI als Persönlichkeitseigenschaft

Viele Forscher und Psychologen sind der Meinung, dass es aufgrund der Subjektivität der Erfahrungen nie reliabel und valide Ergebnisse durch eine objektiven Leistungstest gemessen werden.

4.2 Leistungstest

Einige betrachten die EI als "echte" intelligenz bzw. als Fähigkeit, die auch als solche gemessen werden muss. Dafür gibt es den MSCEIT (Mayer-Salovey-Caruso Emotional Intelligence Test) der vier Faktoren misst:

  • Warnehmung und Identifizierung von Emotionen
  • Verwendung von Emotionen zum Unterstützen des Denkens
  • Verstehen von Emotionen
  • Umgang mit Emotionen

Der eigentliche Kern der Debatte ist, ob emotionale Intelligenz lediglich eine weitere Persönlichkeitseigenschaft oder ein echter Bestandteil von Intelligenz ist.

5 Einzelnachweise

  1. Mayer, John D., and Peter Salovey. "The intelligence of emotional intelligence." Intelligence 17.4 (1993): 433-442.
  2. Goleman, Daniel. Emotional Intelligence. Bantam Books: 1995.

Fachgebiete: Psychologie

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