Dreyfus-Modell
Definition
Das Dreyfus-Modell ist eine vereinfachte Darstellung der verschiedenen Kompetenzstufen einer Pflegekraft.
Hintergrund
Das Dreyfus-Modell wurde von Stuart und Hubert Dreyfuß entwickelt und stammt ursprünglich aus dem Bereich der Informatik. Patricia Benner hat dieses Modell auf die Pflege übertragen und anhand von Interviews und Beobachtungen von Pflegekräften weiterentwickelt.
Kompetenzstufen
| Kompetenzstufe | Handeln der Pflegeperson | Pflegeperson | |
|---|---|---|---|
| 1. Stufe | Ebene des Anfängers | Neulinge handeln nach den erlernten Regeln. In kritischen Situationen ist ihr Handeln noch recht limitiert. | Pflegeschüler, Pflegeperson in einem neuen Bereich |
| 2. Stufe | Fortgeschrittener Anfänger | Trotzt schon gesammelten Erfahrungen benötigt ein fortgeschrittener Anfänger noch Unterstützung bei der Prioritätensetzung. | Berufsanfänger |
| 3. Stufe | Kompetente Pflegeperson | Eine kompetente Pflegeperson kann bereits planvoll handeln. | Pflegeperson nach ca. 2-3 Jahren Berufserfahrung in einem bestimmten Bereich |
| 4. Stufe | Erfahrene Pflegeperson | Erfahrene Pflegepersonen erkennen Probleme und Abweichungen vom Normalen. Die Situation und der Pflegeprozess wird als Ganzes wahrgenommen. | Pflegeperson nach ca. 3-5 Jahren Berufserfahrung in einem bestimmten Bereich |
| 5. Stufe | Pflegeexperte | Situationen werden intuitiv erfasst, ohne dabei auf gelernte Regeln zurückgreifen zu müssen. Pflegeexperten haben einen geschulten Blick für das Wesentliche. | Diese Stufe erreicht nicht jede Pflegekraft. Es gibt keine vorgeschriebene Zeit an Berufserfahrung. |
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Fachgebiete:
Krankenpflege
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