Siedepunkt
Abkürzung: Sdp.
Synonyme: Verdampfungspunkt, Kochpunkt
Englisch: Boiling point
1 Definition [bearbeiten]
Als Siedepunkt wird in der Thermodynamik die Temperatur bezeichnet, an dem ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht (kocht).
2 Hintergrund [bearbeiten]
Der Siedepunkt eines Stoffes ist vom Stoff selbst und dem Druck (Sättigungsdampfdruck) abhängig. Bei Reinstoffen ist der Siedepunkt identisch mit dem Kondensationspunkt. Falls ein Stoff unterhalb des Siedepunktes in den gasförmigen Zustand übergeht so spricht man von Verdunstung. Der Siedepunkt wird immer bei Normaldruck (1013,25 hPa) angegeben und liegt bei reinem Wasser unter Normaldruck bei 100 C° bzw. bei 373,16 Kelvin. Falls eine inhomogene Lösung mit mehreren Teilchen vorliegt, so kann kein Siedepunkt, sondern nur ein Siedebereich angegeben werden.
3 Siedevorgang [bearbeiten]
Beim Erhitzen einer Flüssigkeit wird die zugeführte thermische Energie (Wärme) in eine Teilchenbewegung umgewandelt. Während dem Welchsel des Aggregatzustandes bleibt die Temperatur konstant, wenn auch der Druck konstant bleibt. Die gesamte zugeführte thermische Energie wird für die Zustandsänderung verbraucht. Wenn der Siedepunkt erreicht wird, so werden bei weiterer Energiezufuhr die Wechselwirkungen der Teilchen untereinander gelöst, so dass die Flüssigkeit in den Gasförmigen Zustand übergehen. Die Energie, die für die Verdampfung von einem Mol eines Stoffes benötigt wird, wird als Verdampfungsenthalpie bezeichnet. Wenn schließlich alle Teilchen der Flüssigkeit in der Gasphase angelangt sind, steigt die Temperatur wieder an.
Tags: Kochen, Verdampfen
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