Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Entscheidungsfehler

1 Definition

Entscheidungsfehler sind in der Medizin im Rahmen des ärztlichen Handelns auftretende Fehleinschätzungen, die z.B. zu einer falschen Therapie führen können. Sie sind meist durch eine verzerrte Wahrnehmung bedingt, die auf bestimmten Bedürfnissen oder Motiven des Arztes beruht.

2 Arten von Entscheidungsfehlern

2.1 Rosenthal-Effekt

Bei diesem Fehler geht man davon aus, dass die Leistung einer Testperson abhängig ist von den Eigenschaften, die der Versuchsleiter ihr zuschreibt.

  • Beispiel: Einem Lehrer wird erzählt, dass bestimmte Schüler in einem Intelligenztest schlecht abgeschnitten hätten. In den nächsten Monaten bemerkt er, dass die Schüler schlechtere Leistungen als zuvor erbringen.

2.2 Haloeffekt

Bei diesem Effekt geht man davon aus, dass bestimmte Eigenschaften mit anderen Eigenschaften einhergehen.

  • Beispiel: Menschen, die eine Brille tragen, werden oft für intelligenter gehalten als Menschen ohne Brille.

2.3 Logischer Fehler

Ausgangspunkt ist die Annahme, dass bestimmte Eigenschaften miteinander verbunden sind.

  • Beispielaussage: Hauptschüler sind faul, unordentlich und unmotiviert.

2.4 Kontrastfehler

Er entsteht dadurch, dass Menschen unterschiedliche Maßstäbe an Handlungen oder Eigenschaften anlegen.

  • Beispiel: Eine Person, die Angst davor hat, Kontakt zu knüpfen, hält eine andere Person X für äußerst kontaktfreudig. Eine dritte Person kann diese Person X aber für schüchtern halten, wenn sie sich als Vergleich nimmt.

2.5 Mildefehler

Personen, die man kennt, werden nicht so streng beurteilt wie solche, die unbekannt sind.

2.6 Hawthorne-Effekt

Die Tatsache, dass Menschen besser arbeiten, wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden, wird als Hawthorne Effekt bezeichnet.

2.7 Soziale Erwünschtheit

Menschen neigen dazu, in Fragebögen immer die Antwort anzukreuzen, die von der Allgemeinheit erwünscht wird.

Fachgebiete: Psychologie

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