Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Atypische Depression

Englisch: atypical depression

1 Definition

Der Begriff atypische Depression beschreibt eine Depression mit ungewöhnlichen, "atypischen" Symptomen. Sie können sowohl im Rahmen einer uni- als auch bipolaren Depression vorhanden sein. So klagen Patienten mit atypischen Depressionen zum Beispiel über ein erhöhtes Schlafbedürfnis (Hypersomnie) oder einen gesteigerten Appetit (Hyperphagie), statt über Schlaf- und Appetitlosigkeit.

  • ICD-10 Code: F32.8

2 Epidemiologie

Ein gehäuftes Auftreten (Komorbidität) ist bei folgenden Störungen festzustellen:

3 Diagnose

Laut DSM-IV sind atypische Depressionen durch folgende Symptomkonstellation gekennzeichnet:

  • Stimmungsreagibilität: Patienten reagieren auf positive Lebensereignisse auch entsprechend mit erheiterter Stimmung

Sowie mindestens zwei der folgenden Symptome:

  • Hyperphagie
  • Hypersomnie
  • Bleiartiges Schweregefühl der Extremitäten
  • Gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Kritik und sozialer Zurückweisung

4 Therapie

Die medikamentöse Behandlung der atypischen Depression ist schwierig, da sowohl SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren) als auch TZA (Trizyklische Antidepressiva) nicht wirksam scheinen. Bis dato wurde alleine die Wirksamkeit von irreversiblen MAO-Inhibitoren empirisch belegt. Die Therapie mit diesen sollte sehr vorsichtig und unter strenger Diät durchgeführt werden, da ansonsten lebensgefährliche Nebenwirkungen (Blutdruckkrisen bei gleichzeitiger Aufnahme tyraminhaltiger Lebensmittel) auftreten können.

Tags:

Fachgebiete: Psychiatrie

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