Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Antiphospholipid-Antikörper

(Weitergeleitet von APL)

Synonym: Phospholipid-Antikörper, PL-Antikörper
Abkürzung: aPL, APLA

1 Definition

Antiphospholipid-Antikörper ist ein heterogener Sammelbegriff für Autoantikörper, die ein Antiphospholipid-Syndrom auslösen können. Die Zielantigene sind überwiegend neutrale oder negativ geladene Phospholipide.

2 Einteilung

Nach neuerem pathophysiologischem Verständnis werden Antiphospholipid-Antikörper in drei Subtypen eingeteilt:

  • Typ 1 aPL binden an Phospholipide, ohne Cofaktoren zu benötigen
  • Typ 2 aPL binden an Phospholipide in Gegenwart von Cofaktoren
  • Typ 3 aPL binden direkt an Cofaktoren. Dieser Typ wird zu den Antiphospholipid-Antikörpern gezählt, obwohl die Zielantigene keine Phospholipide sind.

Der wichtigste Cofaktor ist beta-2-Glykoprotein I, weiterhin gehören hierzu Prothrombin, Annexin V sowie in seltenen Fällen Protein C und Protein S. Die Einteilung hat mehr wissenschaftliche Bedeutung, da im Routinelabor eingesetzte Methoden den Bindungstyp nicht unterscheiden können.

Außerdem werden die Antikörper nach Zielantigen unterschieden. Zu diesen gehören:

Die wichtigste Subgruppe sind die Anticardiolipin-Antikörper (aCL), die häufig auch separat untersucht werden.

3 Labordiagnostik

Zum Nachweis von Antiphospholipid-Antikörpern gibt es verschiedene Labormethoden, die in zwei Gruppen eingeteilt werden können. Sie gehören entweder zur hämostaseologischen Diagnostik (Lupus-Antikoagulans) oder in die Immunologie (Immunassays). In der Regel werden hämostaseologische und immunologische Untersuchungsverfahren kombiniert, um die Diagnose abzusichern. Bei einem positiven Befund in nur einem System ist ein Antiphospholipid-Syndrom weniger wahrscheinlich.

Da Antiphospolipid-Antikörper auch transient auftreten können, zum Beispiel im Verlauf von Infektionen, gilt ein Befund erst als positiv, wenn er nach mindestens 12 Wochen in einer Zweituntersuchung bestätigt werden konnte.

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