Abkürzung für: Polymerase Chain Reaction
Synonym: Polymerase-Kettenreaktion


Die PCR ist ein enzymabhängiges Verfahren zur Vervielfältigung bestimmter Gen-Sequenzen innerhalb einer vorliegenden DNA-Kette. Sie kommt unter physiologischen Bedingungen bei der Replikation in allen Zellen vor und kann auch gentechnisch für die In vitro-Amplifizierung von Gensequenzen verwendet werden.
Das Verfahren der PCR benötigt eine doppelsträngige DNA-Kette mit zumindest teilweise bekannter Sequenz. Zur Durchführung der Amplifikation sind außerdem zwei Primer-RNAs essentiell, die auf beiden Seiten der Sequenz jeweils an eine der Ketten binden können sowie einzelne Nukleosidtriphosphat-Moleküle und eine hitzestabile Polymerase, die üblicherweise aus Thermus aquaticus (Taq-Polymerase) isoliert wird.
Die PCR wird heute üblicherweise apparativ in einem Thermocycler durchgeführt.
Sie läuft in mehreren Schritten ab:
Die Anwendungen der PCR sind vielfältig: Sie wird gerichtsmedizinisch bei der Vaterschaftsdiagnostik oder bei der Analyse von am Tatort gewonnenen genetischen Materials (Genetischer Fingerabdruck) ebenso verwendet wie bei der genetischen Diagnose von Erbkrankheiten aus Blutproben oder Chorionzottenbiopsie-Material.
Die für die gentechnische Herstellung von Proteinen benötigte DNA wird heute durch PCR hergestellt.
Daneben lassen sich Stämme von Viren oder Bakterien je nach ihrem genetischen Material mit Hilfe von PCR-Reaktionen charakterisieren.
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