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Computertomographie

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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(Weitergeleitet von CT)

Englisch: computed tomography, CT-Aufnahme, CT

1. Definition [bearbeiten]

Die Computertomographie, kurz CT, ist ein Röntgenverfahren, mit dem der menschliche Körper in Querschnittbildern (Schnittbildverfahren) dargestellt wird.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme, auf der nur grobe Strukturen und Knochen erkennbar sind, wird in CT-Aufnahmen auch Weichteilgewebe mit geringen Kontrastunterschieden detailliert erfasst. CT-Bilder können in 2D oder neuerdings durch Computerberechnungen auch in 3D betrachtet werden.

2. Prinzip [bearbeiten]

Im Gegensatz zur konventionellen Röntgenaufnahme wird bei der CT der Patient nicht nur aus einer Richtung durchstrahlt, sondern er wird durch eine sich drehende Röntgenröhre komplett aus allen Richtungen schichtweise "abgetastet", während er durch eine runde Öffnung des Computertomographen vorgeschoben wird.

Weitere technische Details siehe: Computertomograph

3. Geschichte [bearbeiten]

3.1. Entdeckung [bearbeiten]

Die CT wurde 1972 von dem amerikanischen Mediziner Allan M. Cormack und dem britischen Ingenieur Godfrey N. Hounsfield entwickelt. Sie erhielten dafür im Jahre 1979 den Nobelpreis für Medizin.

Die CT gilt als größte Erfindung in der Radiologie sei der Entdeckung der Röntgenstrahlen (durch Wilhelm Conrad Röntgen 1895). Bei der Diagnostik von Tumoren, Knochenbrüchen, Entzündungen usw. gehört die CT zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren.

3.2. Meilensteine in der CT-Entwicklung [bearbeiten]

Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich die CT zu einem der wichtigsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Seit ihrer Einführung wurden CT-Scanner und Software technisch rasant weiterentwickelt.

  • 1972 erstes CT-Gerät
  • 1974 erstes komerzielles CT-System mit Sofortbildrekonstuktion (Röhre rotiert 360 Grad um den Patienten, damals noch mit fester Tischposition)
  • 1987 Spiral-CT: technische Weiterentwicklung, "Volumenaufnahmeverfahren", Patient wird auf dem Tisch kontinuierlich durch das Messfeld bewegt, während die Röhre sich mehrmals um 360 Grad dreht, Patient wird also spiralförmig abgetastet
  • 1994 Subsekunden-Spiral-CT: verbesserte Auflösung, dünnere Schichten, größere Volumina werden schneller erfasst, Patient muss Atem kürzer anhalten
  • 1996 Ultra Fast Ceramic Detektoren: reduzierte Strahlendosis, gleiche Bildqualität
  • 1998 Multisclice-Spiral-CTs: 4 Schichten pro Rotation, Rotationszeit nur noch 0,5 Sekunden; Kardio-CT wird möglich
  • 2005: Dual-Source-CT: statt bisher nur einer Röntegeneinheiten und einem Detektor nun jeweils zwei Stück in einer Gantry

Vor allem die Bildqualität und Aufnahmezeit verbesserten sich. Während die Geräte der ersten Generation noch mehrere Minuten für eine Schichtaufnahme benötigten, sind es bei aktuellen Scannern nur noch Bruchteile von Sekunden.

4. Anwendung [bearbeiten]

Die CT wird vielfältig eingesetzt und ist aus dem Klinik-Alltag nicht mehr wegzudenken. Zu den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten gehören u.a. die Beurteilung von:

4.1. Kontrastmittel [bearbeiten]

Zur besseren Abgrenzbarkeit von bestimmten Strukutren (Gefäßen, Darm, etc.) muss bei vielen Untersuchungen zu Beginn der Untersuchung ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene gespritzt werden.

5. Varianten [bearbeiten]

Durch digitales Nachbearbeiten (post processing) der Voxel-Daten ergeben sich neue Möglichkeiten. So können z.B. mit der CT-Angiographie (CTA) Gefäße in 3D dargestellt werden (Gefäßdarstellung zur Erkennung von Engstellen). Mit dem Perfusions-CT kann berechnet werden, wie stark bestimmtes Gewebe durchblutet ist (Schlaganfall- und Tumor-Diagnostik). Mit dem Kardio-CT können verkalkte Herzkranzgefäße dargestellt werden.

6. Vor- und Nachteile, Komplikationen [bearbeiten]

  • Vorteile: gute Auflösung, kurze Untersuchungszeit, nicht invasiv, mittlerweile in fast allen Krankenhäusern verfügbar
  • Nachteil: relativ hohe Strahlenbelastung
  • Komplikationen sind nur in Verbindung mit der Kontrastmittelgabe zu erwarten, das bei manchen Personen zu allergischen Reaktionen führen kann. Bei Nierenfunktionsstörungen, Schilddrüsenüberfunktionen und Allergien ist Vorsicht angezeigt. Wirklich lebensbedrohliche Komplikationen sind absolute Seltenheiten.
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