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Zystitis: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Fachgebiet:Urologie]]
 
[[Fachgebiet:Urologie]]

Version vom 6. September 2010, 14:22 Uhr

Synonym: Blasenentzündung
Englisch: cystitis

1 Definition

Eine Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase. Sie kann mit einer Entzündung der Harnröhre (Urethritis) vergesellschaftet sein.

2 Epidemiologie

Am häufigsten sind Frauen von einer Zystitis betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist und die anatomischen Verhältnisse eine Keimbesiedelung der Blase begünstigen.

3 Ursache

Eine Zystitis entsteht in der Regel als aszendierende Infektion über die Harnröhre, d.h. der Zystitis geht eine Urethritis voran. In den meisten Fällen können gram-negative Bakterien (z.B. Escherichia coli) als Auslöser identifiziert werden. Weitere mögliche Erreger sind:

Neben einer Infektion durch Krankheitserreger kann eine Zystitis auch durch chemische Reize, z.B. Toxine wie Cyclophosphamid, oder mechanische Einflüsse ausgelöst werden.

3.1 Risikofaktoren

Die Keimbesiedelung der Blase kann durch eine ganze Reihe verschiedener Risikofaktoren begünstigt werden. Dazu zählen:

4 Einteilung

4.1 ...nach Verlauf

  • Akute Zystitis
  • Chronische Zystitis
  • Komplizierte Zystitis
  • Unkomplizierte Zystitis

4.2 ...nach Ursache

  • bakterielle Zystitis
  • abakterielle Zystitis

4.3 Sonderformen

5 Symptome

Das Leitsymptom der Zystitis ist ein Schmerz oberhalb der Symphyse am Ende der Miktion, der auch als endmiktioneller suprasymphysärer Schmerz bezeichnet wird. Als weitere Symptome treten auf:

Mit Hilfe von Urinteststreifen lässt sich bei einer Zystitis im Urin meist eine Mikrohämaturie nachweisen. Eine sichtbare Blutbeimengung (Makrohämaturie) spricht für eine schweren Verlauf. Dann können auch Allgemeinsymptome (Fieber) hinzutreten.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2020 um 13:14 Uhr bearbeitet.

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