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Zystitis: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine '''Zystitis''' ist eine [[Entzündung]] der [[Harnblase]]. Sie kann mit einer Entzündung der [[Harnröhre]] ([[Urethritis]]) vergesellschaftet sein. In aller Regel ist sie bakteriell bedingt, daneben kann sie viral, radiogen, chemisch oder mechanisch bedingt sein.
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Eine Zystitis entsteht in der Regel als [[aszendierend]]e [[Infektion]] über die Harnröhre. In den meisten Fällen (>80%) können [[gram-negativ]]e Bakterien (z.B. [[Escherichia coli]]) als Auslöser identifiziert werden. Daneben sind die häufigsten Erreger Klebsiella, Pseudomonaden, Proteus, Staphylokokken und in selteneren Fällen, dann vor allem beim jungen Mann die Erreger der Urethritis.
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Eine Zystitis entsteht in der Regel als [[aszendierend]]e [[Infektion]] über die Harnröhre. In den meisten Fällen (>80%) können [[gram-negativ]]e Bakterien (z.B. [[Escherichia coli]], [[Proteus]], [[Klebsiella]], [[Pseudomonas]]) als Auslöser identifiziert werden. Daneben spielen [[Staphylokokken]] ein Rolle. Seltener, dann vor allem beim jungen Mann, sind [[Mykoplasmen]] (z.B. [[Mycoplasma genitalium]], [[Ureaplasma urealyticum]]) oder [[Chlamydien]] verursachend.
Neben einer Infektion durch Krankheitserreger kann eine Zystitis auch durch radiogene oder chemische Reize, z.B. [[Toxin]]e wie [[Cyclophosphamid]], oder mechanische Einflüsse ausgelöst werden.  
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===Risikofaktoren===
 
===Risikofaktoren===

Version vom 22. Oktober 2018, 14:36 Uhr

Synonym: Blasenentzündung
Englisch: cystitis

1 Definition

Eine Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase. Sie kann mit einer Entzündung der Harnröhre (Urethritis) vergesellschaftet sein.

2 Epidemiologie

Am häufigsten sind Frauen von einer Zystitis betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist und die anatomischen Verhältnisse eine Keimbesiedelung der Blase begünstigen.

3 Ursache

Eine Zystitis entsteht in der Regel als aszendierende Infektion über die Harnröhre. In den meisten Fällen (>80%) können gram-negative Bakterien (z.B. Escherichia coli, Proteus, Klebsiella, Pseudomonas) als Auslöser identifiziert werden. Daneben spielen Staphylokokken ein Rolle. Seltener, dann vor allem beim jungen Mann, sind Mykoplasmen (z.B. Mycoplasma genitalium, Ureaplasma urealyticum) oder Chlamydien verursachend.

Neben einer Infektion durch Krankheitserreger kann eine Zystitis auch durch radiogene oder chemische Reize, z.B. Toxine wie Cyclophosphamid, oder mechanische Einflüsse ausgelöst werden.

3.1 Risikofaktoren

Die Keimbesiedelung der Blase kann durch eine ganze Reihe verschiedener Risikofaktoren begünstigt werden. Dazu zählen:

4 Einteilung

4.1 ...nach Verlauf

  • Akute Zystitis
  • Chronische Zystitis

4.2 ...nach Ursache

  • bakterielle Zystitis
  • abakterielle Zystitis

4.3 ...nach Vorliegen von Kofaktoren

  • unkomplizierte Zystitis
  • komplizierte Zystitis

4.4 Sonderformen

Der häufigste klinische Fall ist die akute unkomplizierte Zystitis (AUZ).

5 Symptome

Das Leitsymptom der Zystitis ist die Algurie mit Schmerz oberhalb der Symphyse während der Miktion. Als weitere Symptome treten auf:

Fieber tritt bei einer Zystitis in der Regel nicht auf. Es weist auf die Beteiligung entweder der Nieren oder der Prostata hin.

Die Schwere der Symptomatik lässt sich mithilfe des Acute Cystitis Symptom Score (ACSS) systematisch erfassen.

6 Komplikationen

Als Komplikation können eine Pyelonephritis, eine Prostatitis oder eine Epididymitis auftreten.

7 Diagnose

Eine akute unkomplizierte Zystitis lässt sich mithilfe von Urinteststreifen meist anhand eines positiven Nitritwerts mit Leukozyturie und Erythrozyturie nachweisen. Im Urinsediment erkennt man zudem häufig Bakterien.

Bei Vorliegen eine komplizierten Zystitis kommen als weiterführende diagnostische Methoden die Sonographie und die Zystoskopie in Frage. In der Regel ist die Untersuchung des gesamten Urogenitaltrakts notwendig.

8 Therapie

Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Eine bakterielle Zystitis wird mit Antibiotika behandelt. Bei der AUZ der Frau wird meist eine kalkulierte Antibiotikatherapie ohne Resistenztestung der verursachenden Keime mit Fosfomycin, Pivmecillinam oder Nitroxolin durchgeführt. Als zweite Wahl kommen Nitrofurantoin, Fluorchinolone, Cephalosporine oder Cotrimoxazol in Frage.

Als Allgemeinmaßnahmen werden ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Blasenentleerung und lokale Wärme empfohlen. Blasentenesmen können mit Spasmolytika (z.B. Butylscopolamin) behandelt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2020 um 12:14 Uhr bearbeitet.

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