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Ziehharmonika-Effekt

Version vom 4. April 2018, 14:08 Uhr von Aaron Weiß (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Concertinaeffekt, Ziehharmonikaeffekt, Ziehharmonika-Phänomen, Handharmonika-Phänomen

Englisch: concertina-effect

1 Definition

Unter dem Zieharmonika-Effekt beschreibt man in der Elektrokardiographie ein seltenes Phänomen, welches beim WPW-Syndrom der intermittierenden Art unter Einflussnahme des vegetativen Nervensystems auftreten kann.

2 Hintergrund

Bei sympathikotoner Erhöhung der Herzfrequenz verringert sich hierbei das Ausmaß der Präexzitation. Die QRS-Komplexe werden schmaler und rücken näher zusammen, analog zum Zusammendrücken des Balges einer Ziehharmonika. Unter Zunahme des Vagotonus werden die QRS-Komplexe breiter, der RR-Abstand vergrößert sich.

3 EKG-Befunde

Einhergehend mit einem Anstieg der Herzfrequenz verliert die Präexzitation ihr Übergewicht und folgendes lässt sich im EKG beobachten:

Mit Abnahme des Sympathikotonus bzw. Zunahme des Vagotonus bilden sich die oben genannten Merkmale wieder zurück.

Cave: Das PJ-Intervall (Zeit vom Beginn der P-Welle bis zum Ende des QRS-Komplex) bleibt konstant!

(Bild 1: Roter Pfeil zeigt Einsetzen von erhöhtem Vagotonus durch Carotis-Druckversuch)

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Fachgebiete: Kardiologie

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