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Ziehharmonika-Effekt: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Unter dem Zieharmonika-Effekt beschreibt man in der [[Elektrokardiographie]] ein seltenes Phänomen, das beim [[Wolff-Parkinson-White-Syndrom]] der intermittierenden Art unter Einflussnahme des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]] auftreten kann.  
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Unter dem '''Zieharmonika-Effekt''' beschreibt man in der [[Elektrokardiographie]] ein seltenes Phänomen, das beim intermittierenden [[Wolff-Parkinson-White-Syndrom]] (WPW-Syndrom) unter Einflussnahme des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]] auftreten kann.  
  
 
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Mit Abnahme des Sympathikotonus bzw. Zunahme des Vagotonus bilden sich die oben genannten Merkmale wieder zurück.
 
Mit Abnahme des Sympathikotonus bzw. Zunahme des Vagotonus bilden sich die oben genannten Merkmale wieder zurück.
  

Aktuelle Version vom 5. April 2018, 10:13 Uhr

Synonyme: Concertinaeffekt, Ziehharmonikaeffekt, Ziehharmonika-Phänomen, Handharmonika-Phänomen
Englisch: concertina-effect

1 Definition

Unter dem Zieharmonika-Effekt beschreibt man in der Elektrokardiographie ein seltenes Phänomen, das beim intermittierenden Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW-Syndrom) unter Einflussnahme des vegetativen Nervensystems auftreten kann.

2 Hintergrund

Bei sympathikotoner Erhöhung der Herzfrequenz verringert sich das Ausmaß der Präexzitation. Die QRS-Komplexe werden schmaler und rücken näher zusammen, analog zum Zusammendrücken des Balges einer Ziehharmonika. Unter Zunahme des Vagotonus werden die QRS-Komplexe breiter, der RR-Abstand vergrößert sich.

3 EKG-Befunde

Einhergehend mit einem Anstieg der Herzfrequenz verliert die Präexzitation ihr Übergewicht und folgendes lässt sich im EKG beobachten:

Mit Abnahme des Sympathikotonus bzw. Zunahme des Vagotonus bilden sich die oben genannten Merkmale wieder zurück.

Cave: Das PJ-Intervall (Zeit vom Beginn der P-Welle bis zum Ende des QRS-Komplex) bleibt konstant.

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Fachgebiete: Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 5. April 2018 um 10:13 Uhr bearbeitet.

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