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Zerebrales Blutvolumen

Version vom 27. September 2007, 10:48 Uhr von Dr. Benjamin Abels (Diskussion | Beiträge)

Synonym: CBV
Englisch: cerebral blood volume

1 Definition

Als zerebrales Blutvolumen, kurz CBV, bezeichnet man die sich zu einem gegebenen Zeitpunkt innerhalb des Neurocraniums befindliche Menge an Blut, die der Versorgung des Gehirnes sowie der Meningen dient.

2 Physiologie

Die Gehirndurchblutung mit 15-20% des Herzminutenvolumens (HMV, beträgt grob 5l/min) ergibt bei 1,5kg Gehirn-Masse knapp 1l/min. Von dem gesamten Volumen befinden sich ca. 15% in den Arterien, 40% in den Venen und ca. 45% im Hirngewebe und den Kapillaren.

Die CBV-Gewebewerte für graue Substanz betragen ca. 3,5ml/100g, die weiße Substanz liegt bei ca. 1,75ml/100g (in etwa die Hälfte). Das CBV ist abhängig vom zerebralen Blutfluss (CBF) und damit mittelbar vom mittleren arteriellen Blutdruck, vom intrakraniellen Druck und vom zerebralen Gefäßwiderstand.

3 Pathologie

Eine deutliche Zunahme der Blutmenge im Hirnschädel, z.B. durch ein Hämatom oder eine akute Gehirnblutung, verletzt die Monro-Kellie-Doktrin und kann eine lebensbedrohliche Steigerung des intrakraniellen Drucks mit Hirndruckzeichen auslösen. Hierbei kann es zu der gefürchteten Einklemmung von Hirnteilen kommen. Zu einer deutliche Reduktion der cerebralen Blutmenge kommt es z.B. bei einem Schlaganfall.

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 6. November 2008 um 13:50 Uhr bearbeitet.

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