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Zerebrales Blutvolumen

Version vom 13. Februar 2005, 05:24 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: CBV
Englisch: cerebral blood volume

Als zerebrales Blutvolumen bezeichnet man die zum gegebenen Zeitpunkt innerhalb des Neurocraniums befindliche Blutmenge, die der Versorgung des Gehirnes sowie der Meningen dient. Das zerebrale Blutvolumen beträgt physiologisch in Ruhe etwa 100ml und ist direkt abhängig vom zerebralen Blutfluss und damit vom mittleren arteriellen Blutdruck, vom intrakraniellen Druck und vom zerebralen Gefäßwiderstand.

Eine deutliche Zunahme der Blutmenge im Hirnschädel, z.B. durch ein Hämatom oder eine akute Gehirnblutung, verletzt die Monroe-Kellie-Doktrin und verursacht eine unter Umständen lebensbedrohliche Steigerung des intrakraniellen Drucks mit Hirndruckzeichen nach dem Aufbrauchen der noch zur Verfügung stehenden Reserveräume. Hierbei kann es zu der gefürchteten Einklemmung kommen.

Eine unphysiologische Abnahme des zerebralen Blutvolumens führt zu einer Unterversorgung der Nervenzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen:

  • Die kurzfristige Abnahme erzeugt eine Synkope ( „Es wird schwarz vor den Augen.“ )
  • Die langfristige Abnahme verursacht eine Gewebsazidose, die bestenfalls in einer lokalen Schädigung mit Herdsymptomatik, schlimmstenfalls nach einer ausgedehnter Schädigung direkt durch Zerstörung wichtiger Zentren oder indirekt durch Schwellung und Zunahme des Hirndruckes letal verlaufen kann.

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 6. November 2008 um 13:50 Uhr bearbeitet.

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