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Zahnschmelz

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Synonym: Substantia adamantina, Enamelum

englisch: dental enamel

1 Definition

Der Zahnschmelz umgibt als härtestes Gewebe des menschlichen Körpers das Zahnbein und schützt es so vor Abnutzung.


2 Anatomie des Zahnes

Der Aufbau aller Zähne ist gleich. Man unterscheidet folgende Anteile:

  • Zahnkrone (Corona dentis): Teil der das Zahnfleisch überragt
  • Zahnhals (Cervix dentis): Anhaftungsstelle des Zahnes an das Zahnfleisch
  • Zahnwurzel (Radix dentis): Anteile innerhalb der Zahnfächer (Alveolen)
  • Zahnhöhle (Cavitas dentis): besteht aus Pulpa und Wurzelkanal

Der Zahn ist aus 3 verschiedenen, mineralisierten Zahnhartgeweben aufgebaut:


2.1 Dentin (Dentium, Zahnbein)

Dentin bildet den Hauptanteil des Zahns und umschließt die im innern liegende Pulpa. Es besteht aus organischer Grundsubstanz mit eingelagertem Kollagen und Hydroxylapatit (anorganische Kristalle). Das Zahnbein enthält einen höheren anorganischen Anteil als Knochen, was ihm die notwendige Härte verleiht. Dentin ist also härter als Knochen, aber weniger hart als der Zahnschmelz. Die Dentinoblasten (auch Odontoblasen) als zahnbeinbildende Zellen liegen am Rand des Zahnbeines und bilden über die Tomes-Fasern, deren Fortsätze ins Innere des Zahnbeins führen, weiteres Material.

2.2 Zahnschmelz (Substantia adamantina, Enamelum)

Er umgibt als härteste Substanz im menschlichen Körper im Bereich der Zahnkrone das Dentin als Schutzschicht. So wird eine Abnutzung des stabilisierenden Zahnbeins verhindert. Der Zahnschmelz besteht zu cirka 97% aus anorganischen Substanzen (v.a. Kalzium und Phosphat), cirka 3 % sind anorganisch. Der Schmelz besteht aus Schmelzprismen, welche lang sind, wie der Schmelz dick. Sie liegen radiär zueinander und werden von Prismenscheiden umgeben. Zwischenprismatischer Schmelz verläuft senkrecht zu den Prismen und stabilisiert das gesamte Konstrukt. Die Bildung des Schmelzes erfolgt durch die so genannten Enameloblasten, welche dem Zahnschmelz von außen anliegen und bereits nach dem Zahndurchbruch abgekaut werden. Es handelt sich beim Zahnschmelz demzufolge um totes Gewebe welches nicht regenerationsfähig ist: Ein durch Karies entstandenes Loch im Zahnschmelz kann also nicht vom Zahn selbst verschlossen werden und wird auch zunächst nicht bemerkt, da keine Schmerzen auftreten.

2.3 Zement (Cementum)

Er umgibt die in den Kieferknochen eingelagerten Teile des Zahnes, anstelle des Zahnschmelzes. Zement besteht aus zellarmem Knochenmaterial. Bänder ziehen von hier aus in Richtung Kieferknochen und verankern den Zahn.


3 Zahnentwicklung

3.1 Bildung des Schmelzorgans

In der Mundbucht es Embryos wächst aus dem Ektoderm die so genannte Zahnleiste senkrecht in das Mesenchym des Kiefers. Am Ende der Zahnleiste bilden sich die Zahnknospen für das Milchgebiss als Verdickungen. Aus den Zahnknospen differenzieren sich jeweils die Schmelzkappen, daraus wiederum entstehen die Zahnpapillen. Das gesamte Konstrukt nennt sich nun Schmelzorgan. Zunächst kappenförmig, nimmt das Schmelzorgan zunehmend die Form einer Glocke (Zahnglocke) an.

Das Schmelzorgan ist am Ende der Differenzierungsvorgänge dreiteilig aufgebaut:

  • Inneres Schmelzepithel
  • Schmelzpulpa
  • Äußeres Schmelzepithel

3.2 Inneres Schmelzepithel

Besteht aus einschichtig hochprismatischem Epithel, welches den Schmelz produziert.

3.3 Schmelzpulpa

Bestehend aus retikulär angeordnete Epithelzellen

3.4 Äußeres Schmelzepithel

Einschichtig kubisches Epithel, bildet die äußere Begrenzung des Schmelzorgans.

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Fachgebiete: Zahnmedizin

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