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Zahnschmelz: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Zahnschmelz''' umgibt als härtestes Gewebe des menschlichen Körpers das [[Zahnbein]] (Dentin) und schützt es so vor Abnutzung.
  
== Definition ==
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==Eigenschaften==
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Im Bereich der [[Zahnkrone]] umgibt der Zahnschmelz das Dentin des Zahns. So wird eine Abnutzung des stabilisierenden Zahnbeins verhindert.
  
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Der Zahnschmelz besteht zu cirka 97% aus [[anorganisch]]en Substanzen (v.a. [[Kalzium]] und [[Phosphat]]), circa 3 % sind organisch.
  
Der '''Zahnschmelz''' umgibt als härtestes Gewebe des menschlichen Körpers das [[Zahnbein]] und schützt es so vor Abnutzung.  
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Der Schmelz ist aus [[Schmelzprisma|Schmelzprismen]] aufgebaut, deren Länge der Schmelzdicke entsprechen. Sie liegen radiär zueinander und werden von Prismenscheiden umgeben. Zwischenprismatischer Schmelz verläuft senkrecht zu den Prismen und stabilisiert das gesamte Konstrukt.
  
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Die Bildung des Schmelzes erfolgt durch die so genannten [[Enameloblast]]en, welche dem Zahnschmelz von außen anliegen und bereits nach dem Zahndurchbruch abgekaut werden. Das Schmelzwachstum verläuft in Schüben, was sich mikroskopisch durch die so genanntenn [[Retzius-Streifen]] dokumentiert.
  
== Anatomie des Zahnes ==
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==Pathologie==
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Es handelt sich beim Zahnschmelz um ein Gewebe, das nicht regenerationsfähig ist. Ein durch [[Karies]] entstandenes Loch im Zahnschmelz kann also nicht vom Zahn selbst verschlossen werden und wird auch zunächst nicht bemerkt, da keine [[Schmerz]]en auftreten.
  
Der Aufbau aller Zähne ist gleich. Man unterscheidet folgende Anteile:
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[[en:Enamel]]
 
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[[Fachgebiet:Zahnmedizin]]
* [[Zahnkrone]] (Corona dentis): Teil der das [[Zahnfleisch]] überragt
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[[Tag:Zahn]]
* [[Zahnhals]] (Cervix dentis): Anhaftungsstelle des Zahnes an das Zahnfleisch
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* [[Zahnwurzel]] (Radix dentis): Anteile innerhalb der Zahnfächer (Alveolen)
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* [[Zahnhöhle]] (Cavitas dentis): besteht aus Pulpa und Wurzelkanal
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Der [[Zah]]n ist aus 3 verschiedenen, mineralisierten Zahnhartgeweben aufgebaut:
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*[[Dentin]]
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*Schmelz
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*[[Zement]]
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=== Dentin (Dentium, Zahnbein) ===
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Dentin bildet den Hauptanteil des Zahns und umschließt die im innern liegende [[Pulpa]].  Es besteht aus organischer Grundsubstanz mit eingelagertem [[Kollagen]] und Hydroxylapatit (anorganische Kristalle). Das Zahnbein enthält einen höheren anorganischen Anteil als [[Knochen]], was ihm die notwendige Härte verleiht. Dentin ist also härter als Knochen, aber weniger hart als der Zahnschmelz.
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Die [[Dentinoblasten]] (auch [[Odontoblasen]]) als zahnbeinbildende [[Zellen]] liegen am Rand des Zahnbeines und bilden über die [[Tomes-Fasern]], deren Fortsätze ins Innere des Zahnbeins führen, weiteres Material.
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=== Zahnschmelz (Substantia adamantina, Enamelum) ===
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Er umgibt als härteste Substanz im menschlichen Körper im Bereich der Zahnkrone das Dentin als Schutzschicht. So wird eine Abnutzung des stabilisierenden Zahnbeins verhindert. Der Zahnschmelz  besteht zu cirka  97% aus [[anorganischen Substanzen]] (v.a. [[Kalzium]] und [[Phosphat]]), cirka 3 % sind anorganisch. Der Schmelz besteht aus [[Schmelzprismen]], welche lang sind, wie der Schmelz dick. Sie liegen radiär zueinander und werden von Prismenscheiden umgeben. Zwischenprismatischer Schmelz verläuft senkrecht zu den Prismen und stabilisiert das gesamte Konstrukt.
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Die Bildung des Schmelzes erfolgt durch die so genannten [[Enameloblasten]], welche dem Zahnschmelz von außen anliegen und bereits nach dem Zahndurchbruch abgekaut werden. Es handelt sich beim Zahnschmelz demzufolge um totes Gewebe welches nicht regenerationsfähig ist: Ein durch [[Karies]] entstandenes Loch im Zahnschmelz kann also nicht vom Zahn selbst verschlossen werden und wird auch zunächst nicht bemerkt, da keine Schmerzen auftreten.
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=== Zement (Cementum)===
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Er umgibt die in den [[Kieferknochen]] eingelagerten Teile des Zahnes, anstelle des Zahnschmelzes. Zement besteht aus zellarmem Knochenmaterial. Bänder ziehen von hier aus in Richtung Kieferknochen und verankern den Zahn.
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== Zahnentwicklung ==
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=== Bildung des Schmelzorgans ===
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In der Mundbucht es [[Embryos]] wächst aus dem [[Ektoderm]] die so genannte [[Zahnleiste]] senkrecht in das [[Mesenchym]] des Kiefers. Am Ende der Zahnleiste bilden sich die [[Zahnknospen]] für das [[Milchgebiss]] als Verdickungen. Aus den Zahnknospen differenzieren sich jeweils die Schmelzkappen, daraus wiederum entstehen die [[Zahnpapillen]]. Das gesamte Konstrukt nennt sich nun [[Schmelzorgan]]. Zunächst kappenförmig, nimmt das Schmelzorgan zunehmend die Form einer Glocke ([[Zahnglocke]]) an.
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Das Schmelzorgan ist am Ende der Differenzierungsvorgänge dreiteilig aufgebaut:
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*Inneres Schmelzepithel
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*Schmelzpulpa
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*Äußeres Schmelzepithel
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=== Inneres Schmelzepithel ===
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Besteht aus einschichtig hochprismatischem [[Epithel]], welches den Schmelz produziert.
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=== Schmelzpulpa ===
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Bestehend aus retikulär angeordnete Epithelzellen
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=== Äußeres Schmelzepithel ===
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Einschichtig kubisches Epithel, bildet die äußere Begrenzung des Schmelzorgans.
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Aktuelle Version vom 2. Juni 2018, 07:16 Uhr

Synonym: Substantia adamantina, Enamelum
Englisch: dental enamel

1 Definition

Der Zahnschmelz umgibt als härtestes Gewebe des menschlichen Körpers das Zahnbein (Dentin) und schützt es so vor Abnutzung.

2 Eigenschaften

Im Bereich der Zahnkrone umgibt der Zahnschmelz das Dentin des Zahns. So wird eine Abnutzung des stabilisierenden Zahnbeins verhindert.

Der Zahnschmelz besteht zu cirka 97% aus anorganischen Substanzen (v.a. Kalzium und Phosphat), circa 3 % sind organisch.

Der Schmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut, deren Länge der Schmelzdicke entsprechen. Sie liegen radiär zueinander und werden von Prismenscheiden umgeben. Zwischenprismatischer Schmelz verläuft senkrecht zu den Prismen und stabilisiert das gesamte Konstrukt.

Die Bildung des Schmelzes erfolgt durch die so genannten Enameloblasten, welche dem Zahnschmelz von außen anliegen und bereits nach dem Zahndurchbruch abgekaut werden. Das Schmelzwachstum verläuft in Schüben, was sich mikroskopisch durch die so genanntenn Retzius-Streifen dokumentiert.

3 Pathologie

Es handelt sich beim Zahnschmelz um ein Gewebe, das nicht regenerationsfähig ist. Ein durch Karies entstandenes Loch im Zahnschmelz kann also nicht vom Zahn selbst verschlossen werden und wird auch zunächst nicht bemerkt, da keine Schmerzen auftreten.

Tags:

Fachgebiete: Zahnmedizin

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