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Wurmerkrankung: Unterschied zwischen den Versionen

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Es kann zu gastrointestinalen Störungen kommen. Da sich der [[Wurm]] sozusagen miternährt, kann dies zu einer [[Gewichtsabnahme]] führen. Wurmerkrankungen gehen generell mit einem Anstieg der [[eosinophiler Granulozyt|eosinophilen Granulozyten]] einher, so dass [[Blutbild]]veränderungen zu beobachten sind. Je nachdem, um welchen Wurm es sich handelt, kann zum Beispiel durch den Verbrauch von [[Vitamin B12]] durch den [[Fischbandwurm]] eine [[perniziöse Anämie]] entstehen. In den schlimmsten Fällen kann es bedingt durch die Größe des Wurms sogar zu einem [[Ileus]] kommen.
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Es kann zu gastrointestinalen Störungen kommen. Da sich der [[Wurm]] sozusagen miternährt, kann dies zu einer [[Gewichtsabnahme]] führen. Wurmerkrankungen gehen generell mit einem Anstieg der [[eosinophiler Granulozyt|eosinophilen Granulozyten]] einher, so dass [[Blutbild]]veränderungen zu beobachten sind. Je nachdem, um welchen Wurm es sich handelt, kann zum Beispiel durch den Verbrauch von [[Vitamin B12]] durch den [[Fischbandwurm]] eine [[megaloblastäre Anämie]] entstehen. In den schlimmsten Fällen kann es bedingt durch die Größe des Wurms sogar zu einem [[Ileus]] kommen.
  
 
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Die Diagnostik ist von der Art des Wurms abhängig, da jeder Wurmart mehr oder weniger eine andere [[Pathogenese]] hat, weshalb die Lokalisation unterschiedlich ist.
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Die Diagnostik ist von der Art des Wurms abhängig. Die Wurmarten unterscheiden sich in ihrem Infektionsmodus und ihrer Lokalisation im Körper. Als Diagnoseverfahren dienen vor allem die [[Bildgebung]] und die [[Labordiagnostik]].  
Je nach Lokalisation lassen sich laboratoriumsmedizinische Diagnostik oder bildgebende Verfahren durchführen.
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Bei der Untersuchung des Materials im Labor wird häufig mikroskopisch nach den Wurmeiern gesucht.
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Die häufigsten Materialien sind: 
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In Stuhl  kann sich [[Schistosoma mansoni]], [[Schistosoma haematobium]], [[Schistosoma japonicum]],  [[Taenia]], [[Hymenolepis nana]], [[Hymenolepis diminuta]], [[Enterobius vermicularis]], [[Trichuris trichiura]], [[Ascaris lumbricoides]] und andere Würmer befinden.
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Im Urin ist z.B. [[Schistosoma haematobium]] bei einer Urogenitale Schistosomiasis zu sehen.
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Die häufigsten Materialien, in denen ein Wurmbefall nachgewiesen werden kann, sind [[Stuhl]], [[Urin]] und [[Sputum]]. Im Stuhl können sich [[Schistosoma mansoni]], [[Schistosoma haematobium]], [[Schistosoma japonicum]],  [[Taenia]], [[Hymenolepis nana]], [[Hymenolepis diminuta]], [[Enterobius vermicularis]], [[Trichuris trichiura]], [[Ascaris lumbricoides]] und andere Würmer befinden. Im Urin ist z.B. [[Schistosoma haematobium]] bei einer [[Schistosomiasis|urogenitalen Schistosomiasis]] zu sehen. Im Sputum kann nach [[Spulwurm|Ascaris lumbricoides]] gesucht werden.
  
Bei Erkrankungen mit [[Echinococcus]] ist ein [[Leber]]-Ultraschall zu empfehlen in Kombination mit der [[PAIR-Methode]] .
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Bei den [[Erreger]]n der [[Echinokokkose]] ist der Mensch allerdings nur Zwischenwirt. Daher muss die [[Diagnose]] andersweitig gestellt werden, zum Beispiel im Rahmen eines [[Leber]]-[[Ultraschall]]s.
  
 
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Eine Wurmerkrankung lässt sich [[medikament]]ös mit Hilfe von [[Anthelmintikum|Anthelmintika]] (z.B. [[Mebendazol]]) behandeln.
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Eine Wurmerkrankung lässt sich [[medikament]]ös mit Hilfe von [[Anthelmintikum|Anthelmintika]] (z.B. [[Mebendazol]]) behandeln. Bei der [[zystische Echinokokkose|zystischen Echinokokkose]] kann alternativ zur medikamentösen oder chirurgischen Therapie die [[PAIR-Methode]] (Punktion-Aspiration-Injektion-Reaspiration) angewendet werden. Hier werden die Echinokokkenzysten punktiert und eine sterilisierende Lösung injiziert.
 
[[Fachgebiet:Parasitologie]]
 
[[Fachgebiet:Parasitologie]]
 
[[Tag:Helminthiasis]]
 
[[Tag:Helminthiasis]]

Aktuelle Version vom 6. August 2019, 11:22 Uhr

Synonyme: Helminthose, Helminthiasis
Englisch: helminthiasis

1 Definition

Bei einer Wurmerkrankung handelt es sich um einen Befall mit parasitischen Helminthen.

2 Ursachen

Die Aufnahme von Wurmeiern führt zu einer Wurmerkrankung. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. So kann man sich durch unzureichend gegartes Fleisch mit dem Schweinebandwurm oder dem Rinderbandwurm infizieren. Die Eier des Fuchsbandwurms und des Hundebandwurms finden sich besonders oft auf Waldbeeren und Pilzen, so dass bei deren Verzehr eine hohe Infektionsgefahr besteht. Aber auch der bloße Umgang mit infizierten Tieren oder das Baden in Seen, in denen Eier abgelegt sind, kann in einer Wurmerkrankung resultieren.

3 Symptome

Es kann zu gastrointestinalen Störungen kommen. Da sich der Wurm sozusagen miternährt, kann dies zu einer Gewichtsabnahme führen. Wurmerkrankungen gehen generell mit einem Anstieg der eosinophilen Granulozyten einher, so dass Blutbildveränderungen zu beobachten sind. Je nachdem, um welchen Wurm es sich handelt, kann zum Beispiel durch den Verbrauch von Vitamin B12 durch den Fischbandwurm eine megaloblastäre Anämie entstehen. In den schlimmsten Fällen kann es bedingt durch die Größe des Wurms sogar zu einem Ileus kommen.

4 Diagnose

Die Diagnostik ist von der Art des Wurms abhängig. Die Wurmarten unterscheiden sich in ihrem Infektionsmodus und ihrer Lokalisation im Körper. Als Diagnoseverfahren dienen vor allem die Bildgebung und die Labordiagnostik.

Die häufigsten Materialien, in denen ein Wurmbefall nachgewiesen werden kann, sind Stuhl, Urin und Sputum. Im Stuhl können sich Schistosoma mansoni, Schistosoma haematobium, Schistosoma japonicum, Taenia, Hymenolepis nana, Hymenolepis diminuta, Enterobius vermicularis, Trichuris trichiura, Ascaris lumbricoides und andere Würmer befinden. Im Urin ist z.B. Schistosoma haematobium bei einer urogenitalen Schistosomiasis zu sehen. Im Sputum kann nach Ascaris lumbricoides gesucht werden.

Bei den Erregern der Echinokokkose ist der Mensch allerdings nur Zwischenwirt. Daher muss die Diagnose andersweitig gestellt werden, zum Beispiel im Rahmen eines Leber-Ultraschalls.

5 Therapie

Eine Wurmerkrankung lässt sich medikamentös mit Hilfe von Anthelmintika (z.B. Mebendazol) behandeln. Bei der zystischen Echinokokkose kann alternativ zur medikamentösen oder chirurgischen Therapie die PAIR-Methode (Punktion-Aspiration-Injektion-Reaspiration) angewendet werden. Hier werden die Echinokokkenzysten punktiert und eine sterilisierende Lösung injiziert.

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