Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Werther-Effekt

Version vom 2. Juni 2020, 10:45 Uhr von Aaron Weiß (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Als Werther-Effekt bezeichnet man in der Psychologie, Soziologie und Suizidologie die Annahme, dass die mediale Verbreitung von Suiziden während eines gewissen Zeitraumes zu einer Erhöhung der Suizidrate führt. Die zugrunde liegende Hypothese ist, dass sich bestimmte Populationsgruppen mit der fiktiven oder realen Person, die den Suizid begangen hat, identifizieren und deren Verhalten nachahmen.

2 Hintergrund

Der Name "Werther-Effekt" geht auf Goethes Werk "Die Leiden des jungen Werthers" (1774) zurück. Dem Werther-Effekt steht der Papageno-Effekt gegenüber. Dieser sagt aus, dass eine gewisse Berichterstattung über Suizid die Suizidrate senken kann.

3 Beispiele

Aktuellere Beispiele sind die 1980 ausgestrahlte Fernsehserie "Tod eines Schülers", die zur Folge hatte, dass die Rate der Eisenbahnsuizide zwischen 15- bis 19-jährigen deutlich zunahm. Das derzeit (2017) aktuellste Beispiel ist die Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht", in der der Suizid einer jungen Schülerin thematisiert wird.

Tags: , ,

Fachgebiete: Psychologie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Juni 2020 um 10:45 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (5 ø)

3.509 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: