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Wassermokassinotter: Unterschied zwischen den Versionen

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==Unterarten und Verbreitung==
 
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*Agkistrodon piscivorus piscivorus (Östliche Wassermokassinotter)
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*Agkistrodon piscivorus conanti (Florida-Mokassinotter)
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* Agkistrodon piscivorus conanti (Florida-Mokassinotter)
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*Agkistrodon piscivorus leucostoma (Westliche Wassermokassinotter, siehe Bilder!)
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* Agkistrodon piscivorus leucostoma (Westliche Wassermokassinotter, siehe Bilder!)
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Die Art ist stark an Gewässer gebunden. Es werden allerlei Feuchtgebiete besiedelt. Man kann sie beispielsweise in unzugänglichen Sümpfen oder den Bayous Louisianas, ebenso aber auch an gewässernahen, begrünten Straßen- und Wegrändern antreffen.
 
Die Art ist stark an Gewässer gebunden. Es werden allerlei Feuchtgebiete besiedelt. Man kann sie beispielsweise in unzugänglichen Sümpfen oder den Bayous Louisianas, ebenso aber auch an gewässernahen, begrünten Straßen- und Wegrändern antreffen.
  
 
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Das [[Schlangengift|Toxingemisch]] enthält folgende Komponenten: [[Zytotoxin]] (Folge: ggf. lokale [[Nekrose]]), [[Hämotoxin]] (Folge: ggf. [[Hämolyse]]), Prokoagulantien (Folge: ggf. [[Verbrauchskoagulopathie]]), Myotoxine (Folge: ggf. [[Muskelschädigung]], sekundäre [[Nieren]]schäden); evtl. Hämorrhagine (Folge: ggf. [[Blutung]]en). Unter Umständen [[Schock]]. [[Letal]]er Ausgang möglich, aber selten.
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Das [[Schlangengift|Toxingemisch]] enthält folgende Komponenten: [[Zytotoxin]] (Folge: ggf. lokale [[Nekrose]]), [[Hämotoxin]] (Folge: ggf. [[Hämolyse]]), Prokoagulantien (Folge: ggf. [[Verbrauchskoagulopathie]]), [[Myotoxin]]e (Folge: ggf. [[Muskelschädigung]], sekundäre [[Nieren]]schäden); evtl. Hämorrhagine (Folge: ggf. [[Blutung]]en). Unter Umständen [[Schock]]. [[Letal]]er Ausgang möglich, aber selten.
  
Bei schwerem Verlauf kann nach Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale ggf. auf das [[Antivenin]] CroFab® zurückgegriffen werden.
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Bei schwerem Verlauf kann nach Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale ggf. auf das [[Antivenin]] CroFab<sup>®</sup> zurückgegriffen werden.
  
 
==Literatur==
 
==Literatur==
*Trutnau: Schlangen im Terrarium Bd. 2: Giftschlangen. Verlag Ulmer, Stuttgart 1998.
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* Trutnau: Schlangen im Terrarium Bd. 2: Giftschlangen. Verlag Ulmer, Stuttgart 1998.
 
[[Fachgebiet:Biologie]]
 
[[Fachgebiet:Biologie]]
 
[[Fachgebiet:Toxikologie]]
 
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Version vom 8. Juli 2014, 19:00 Uhr

Synonyme: Mokassinschlange, Mokassinotter
Zoologische Bezeichnung: Agkistrodon piscivorus
Englisch: Cottonmouth, Water moccasin, Black moccasin

1 Definition

Bei der Wassermokassinotter handelt es sich um eine Giftschlange aus der Familie der Vipern (Viperidae) und der Unterfamilie der Grubenottern (Crotalinae). Die Art tritt in drei Unterarten in Erscheinung und ist in den südöstlichen USA gelegentlich für Bissunfälle mit Menschen verantwortlich.

2 Unterarten und Verbreitung

  • Agkistrodon piscivorus piscivorus (Östliche Wassermokassinotter)
    • Vorkommen: entlang der Ostküste der USA von Virginia bis Alabama
  • Agkistrodon piscivorus conanti (Florida-Mokassinotter)
    • Vorkommen: hauptsächlich Florida
  • Agkistrodon piscivorus leucostoma (Westliche Wassermokassinotter, siehe Bilder!)
    • Vorkommen: West-Texas, Teile Oklahomas und Missouris und nach Norden bis Illinois, nach Osten bis Kentucky, Tennessee und Alabama

Die Art ist stark an Gewässer gebunden. Es werden allerlei Feuchtgebiete besiedelt. Man kann sie beispielsweise in unzugänglichen Sümpfen oder den Bayous Louisianas, ebenso aber auch an gewässernahen, begrünten Straßen- und Wegrändern antreffen.

3 Toxikologie

Das Toxingemisch enthält folgende Komponenten: Zytotoxin (Folge: ggf. lokale Nekrose), Hämotoxin (Folge: ggf. Hämolyse), Prokoagulantien (Folge: ggf. Verbrauchskoagulopathie), Myotoxine (Folge: ggf. Muskelschädigung, sekundäre Nierenschäden); evtl. Hämorrhagine (Folge: ggf. Blutungen). Unter Umständen Schock. Letaler Ausgang möglich, aber selten.

Bei schwerem Verlauf kann nach Rücksprache mit einer Giftnotrufzentrale ggf. auf das Antivenin CroFab® zurückgegriffen werden.

4 Literatur

  • Trutnau: Schlangen im Terrarium Bd. 2: Giftschlangen. Verlag Ulmer, Stuttgart 1998.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juli 2014 um 20:26 Uhr bearbeitet.

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