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WAGR-Syndrom

Version vom 1. März 2013, 15:36 Uhr von Gunnar Römer (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Das WAGR-Syndrom ist eine genetisch bedingte Erkrankung, dessen Ursache in der Deletion bestimmter Gene auf Chromosom 11 liegt. Die Deletion (seltener auch andere Formen einer Mutation) zerstört die Funktionalität des gesamten WT1-Transkriptionsfaktors. Phänotypisch zeigt sich der Symptomkomplex durch ein stark erhöhtes Erkrankungsrisiko für den Wilms-Tumor – eine Raumforderung an der Niere. Weiterhin sind eine starke geistige Retardierung, eine Anridie, sowie multiple, urogenitale Fehlbildungen charakteristisch für die seltene Erkrankung. Es sind überwiegend Kinder betroffen.

2 Begrifflichkeit

Der Name WAGR-Syndrom setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Hauptsymptome zusammen:

  • W: Wilms-Tumor
  • A: Anridie
  • G: (uro)Genitale Fehlbildungen
  • R: geistige Retardierung

3 Geschichte

Im Jahr 1964 beschrieb Robert W. Miller als Erster die offensichtlich zusammenhängenden vier Symptome. Eine Verbindung zu genetischen Mutationen auf Chromosom 11 erkannte der Genetiker Rose mit seinen Kollegen.

4 Klinische Erscheinungen

Nicht alle Symptome müssen zwangsläufig bei vorhandenem WAGR-Syndrom vorkommen. Missbildungen im Urogenitaltrakt sind bei Männern häufiger, als bei Frauen. In fast allen Fällen liegt eine Anridie vor, die auch meistens als erstes auf die Erbkrankheit hinweist. Das Fehlen der Iris führt in vielen Fällen zum Grauen Star. Rund die Hälfe aller Patienten entwickeln einen Wilms-Tumor, dessen Folge eine stark eingeschränkte Nierenleistung ist. Betroffene Frauen besitzen ein erhöhtes Risiko für ein Gonadoblastom.

5 Diagnose

6 Therapie

Diese Seite wurde zuletzt am 1. März 2013 um 19:57 Uhr bearbeitet.

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