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Vorlast

Version vom 4. Juni 2015, 07:46 Uhr von Salim Abdelhamid (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Unter der Vorlast versteht man die Kräfte, die am Ende der Diastole zur Dehnung der kontraktilen Muskelfasern der Herzventrikel führen. Sie entsprechen unter physiologischen Bedingungen der enddiastolischen Wandspannung des Ventrikelmyokards.

2 Physiologie

Die Vorlast ist ein wichtiger Faktor für die Autoregulation des Schlagvolumens. Dieser Zusammenhang wird durch den Frank-Starling-Mechanismus beschrieben. Die Vorlast wird durch den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen und den zentralen Venendruck beeinflusst. Sie ist durch die maximale Ruhelänge der Muskelfasern begrenzt.

3 Klinik

Bei einem Rückwärtsversagen des Herzens im Rahmen einer Herzinsuffizienz ist die Vorlast aufgrund der schlechten diastolischen Füllung erhöht. Der daraus resultierende Blutrückstau führt zu Ödemen in der Körperperipherie oder in der Lunge.

Die Vorlast kann durch positiv inotrope Arzneistoffe (z.B. Herzglykoside), sowie durch ACE-Hemmer, Diuretika und Nitrate gesenkt werden.

siehe auch: Nachlast

Tags:

Fachgebiete: Physiologie

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