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Vigabatrin: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Neurotransmitter GABA wirkt hemmend auf die Entstehung von [[Aktionspotential]]en, da es den Einstrom von [[Chlorid]][[ion]]en in die [[Zelle]] fördert, wodurch es dort zu einer [[Hypopolarisation]] kommt. Eine Erregung bleibt somit aus. Vigabatrin greift hier ein, indem es die [[GABA-Transaminase]] und folglich den Abbau des Neurotransmitters hemmt. Da dieser in höherer [[Konzentration]] im [[ZNS]] vorliegt wird der [[inhibitorisch]]e Effekt verstärkt. Damit einher geht eine [[antikonvulsiv]]e Wirkung. Die Wirkung besteht auch nach Absetzen des [[Medikament]]es so lange fort, bis neue [[Transaminase]]n vom [[Körper]] synthetisiert werden.
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Der Neurotransmitter GABA wirkt hemmend auf die Entstehung von [[Aktionspotential]]en, da es den Einstrom von [[Chlorid]][[ion]]en in die [[Zelle]] fördert, wodurch es dort zu einer [[Hyperpolarisation]] kommt. Eine Erregung bleibt somit aus. Vigabatrin greift hier ein, indem es die [[GABA-Transaminase]] und folglich den Abbau des Neurotransmitters hemmt. Da dieser in höherer [[Konzentration]] im [[ZNS]] vorliegt wird der [[inhibitorisch]]e Effekt verstärkt. Damit einher geht eine [[antikonvulsiv]]e Wirkung. Die Wirkung besteht auch nach Absetzen des [[Medikament]]es so lange fort, bis neue [[Transaminase]]n vom [[Körper]] synthetisiert werden.
  
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==

Version vom 18. April 2017, 17:42 Uhr

Handelsnamen: Sabril u. a.
Englisch: Vigabatrine
Synonym: Vigabatrinum

1 Definition

Vigabatrin gehört zu den Antikonvulsiva und ähnelt in seiner Struktur dem hemmenden Neurotransmitter GABA. Der Arzneistoff wird zur Therapie bestimmter Epilepsie-Formen (z.B. dem West-Syndrom) angewendet.

2 Indikationen

Aufgrund der starken Nebenwirkungen wird Vigabatran insbesondere bei Kindern mit West-Syndrom eingesetzt. In der Therapie von herdförmigen Epilepsien mit sekundärer Generalisierung kommt es nur als Mittel der 2. Wahl zum Einsatz.

3 Allgemeines

Vigabatrin wird oral eingenommen. Der Wirkstoff weist eine Bioverfügbarkeit von bis zu 90% auf. Im Blut bindet Vigabatrin nicht an Plasmaproteine. Es wird kaum metabolisiert. Die Plasmahalbwertszeit beträgt bei Kindern durchschnittlich sieben Stunden, bei Erwachsenen zwölf Stunden. Anschließend wird das Arzneimittel über den Urin ausgeschieden.

4 Wirkmechanismus

Der Neurotransmitter GABA wirkt hemmend auf die Entstehung von Aktionspotentialen, da es den Einstrom von Chloridionen in die Zelle fördert, wodurch es dort zu einer Hyperpolarisation kommt. Eine Erregung bleibt somit aus. Vigabatrin greift hier ein, indem es die GABA-Transaminase und folglich den Abbau des Neurotransmitters hemmt. Da dieser in höherer Konzentration im ZNS vorliegt wird der inhibitorische Effekt verstärkt. Damit einher geht eine antikonvulsive Wirkung. Die Wirkung besteht auch nach Absetzen des Medikamentes so lange fort, bis neue Transaminasen vom Körper synthetisiert werden.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 18. April 2017 um 17:42 Uhr bearbeitet.

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