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Viergläserprobe

Version vom 28. Februar 2020, 15:36 Uhr von Saro Höpner (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Die 4-Gläser-Probe ist ein Verfahren zur Diagnose der chronischen Prostatitis. Zwar gilt sie als wesentliches Element der Prostatitisdiagnostik, wird jedoch nur selten angewandt. Untersucht werden Anfangsurin, Mittelstrahlurin, Prostataexprimat und Exprimaturin.

2 Indikation

Unterscheidung von Urethritis, Zystitis und Prostatitis.

3 Durchführung

Folgende vier Proben werden genommen:

1. Anfangsurin – die ersten 10 ml der Entleerung (voided bladder – VB1)

2. Mittelstrahlurin – Mittelstrahl der Entleerung (voided bladder – VB2)

→ nun erfolgt eine Prostatamassage

3. Prostataexprimat (EPS)

4. Urin nach Prostatamassage (voided bladder – VB3)

4 Diagnostische Bedeutung

Das Vorhandensein uropathogener Bakterien oder Leukozyten in:

1. Anfangsurin (VB1) = Urethritis

2. Mittelstrahlurin (VB2) = Zystitis

3. Prostataexprimat (EPS) nach Prostatamassage = Prostatitis

4. Sind (VB1 + VB2) negativ + EPS positiv = chronische bakterielle Prostatitis

oder

(VB1 + VB3) weisen eine vergleichbare Anzahl von uropathogenen Bakterien auf + EPS positiv = chronische bakterielle Prostatitis

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2020 um 15:35 Uhr bearbeitet.

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