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Vesikel

Version vom 20. November 2015, 15:44 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

von lateinisch: vesicula - Bläschen
Englisch: vesicle

1 Zytologie

1.1 Definition

Vesikel, auch Transportvesikel genannt, sind kugelförmige oder ovoide Zellstrukturen von etwa 50-100 nm Durchmesser, die von einer einfachen Membran umgeben sind. Im elektronenmikroskopischen Schnittbild erscheinen sie als runde oder ovale Hohlräume.

1.2 Funktion

Über Transportvesikel werden Lipide und Proteine innerhalb einer Zelle von einem Organell zum nächsten transportiert. So werden z.B. Proteine, die im ER gebildet werden, in Vesikel sortiert und zum Golgi-Apparat gebracht. Vesikel können auch Stoffe enthalten, die zur Exozytose bestimmt sind und sekretiert werden sollen (z.B. Neurotransmitter). Werden Substanzen durch Endozytose in die Zelle aufgenommen, geschieht dies ebenfalls durch die Ausbildung von Vesikeln an der Plasmamembran. Die Prozesse, an denen Vesikel beteiligt sind, werden auch als vesikulärer Transport bezeichnet.

Vesikel sind keine eigenständigen Organellen, sondern werden nur temporär gebildet und lösen sich wieder auf, wenn sie mit einem Organell wie dem Golgi-Apparat oder Lysosomen verschmelzen.

2 Dermatologie

2.1 Definition

In der Dermatogie spielt der Begriff Vesikel in der Effloreszenzenlehre eine Rolle: Als Vesikel bezeichnet man demnach mit seröser Flüssigkeit gefüllte, leicht vorgewölbte, intra- oder subepidermal gelegene Bläschen mit einem Durchmesser von bis zu 5 mm.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. März 2018 um 22:15 Uhr bearbeitet.

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