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Vesikel

Version vom 7. November 2013, 13:25 Uhr von Norman Geipel (Diskussion | Beiträge)

von lateinisch: vesicula - Bläschen
Englisch: vesicle

1 Zytologie

1.1 Definition

Vesikel sind kugelförmige oder ovoide Zellstrukturen (Zellorganellen) von etwa 50-100 nm Durchmesser, die im elektronenmikroskopischen Schnittbild als runde oder ovale Hohlräume erscheinen. Sie sind von einer einfachen Membran umgeben, die genauso aufgebaut ist wie die Zellmembran. Vesikel sind damit eigene Kompartimente, in denen zelluläre Prozesse räumlich getrennt vom Zytoplasma ablaufen können.

1.2 Hintergrund

Vesikel können Stoffe enthalten, die zur Exozytose bestimmt sind (z.B. Neurotransmitter) oder Substanzen, die durch Endozytose in die Zelle aufgenommen wurden. Darüber hinaus unterscheidet man noch eine Reihe von speziellen Vesikeln nach Art der in ihnen nachweisbaren Enzyme: Lysosomen, Peroxisomen, Mikrosomen und Glyoxisomen (in Pflanzenzellen).

2 Dermatologie

2.1 Definition

In der Dermatogie spielt der Begriff Vesikel in der Effloreszenzenlehre eine Rolle: Als Vesikel bezeichnet man demnach mit seröser Flüssigkeit gefüllte, leicht vorgewölbte, intra- oder subepidermal gelegene Bläschen mit einem Durchmesser von bis zu 5 mm.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. März 2018 um 22:15 Uhr bearbeitet.

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