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Verwesung

Version vom 29. Juni 2008, 16:18 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Englisch: decomposition

1 Definition

Mit dem Begriff Verwesung bezeichnet man die Prozesse, die nach dem Tod eines Organismus seine Gestalt auflösen.

2 Hintergrund

Mit dem Tod sistiert die zelluläre Energiegewinnung, die für den Strukturerhalt eines Organismus notwendig ist. Dadurch kommt es zur Freisetzung von Enzymen, die im ersten Stadium der Verwesung eine aseptische Autolyse der Zellen und Gewebe in Gang setzen. Der Prozess der Autolyse wird vom Eindringen von saprotrophen Mikroorganismen begleitet, welche sich vermehren und durch ihre Enzyme organische Substanz abbauen.

Unter aeroben Bedingungen erfolgt der Abbau zu Ammoniak, Kohlenstoffdioxid, Wasser, Schwefelwasserstoff und Mineralien. Da im Körperinneren jedoch ein Sauerstoffmangel vorliegt, kommt es hier zur Fäulnis, bei der kleinmolekulare organische Substanzen wie Propionsäure, Essigsäure, Buttersäure, Ethanol und Amine entstehen.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juni 2008 um 13:33 Uhr bearbeitet.

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