Ventrikulophasisches Phänomen

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Synonyme: ventrikulophasisches PP-Intervall
Englisch: ventriculophasic reflex

1 Definition

Als ventrikulophasisches Phänomen wird in der Kardiologie eine Änderung des PP-Abstandes bei AV-Block Typ Mobitz II, AV-Block III° oder Bigeminus bezeichnet. Obwohl bei solch einem AV-Block der PP-Abstand per definitionem konstant sein sollte, sind typischerweise diejenigen PP-Intervalle, die einen QRS-Komplex einschließen, kürzer als solche, die keinen QRS-Komplex einschließen.

Das klinische Bild, welches aus diesem Phänomen entsteht, ist die ventrikulophasische Sinusarrhythmie.

2 Pathophysiologie

Die genaue Ursache des ventrikulophasischen Phänomens ist zur Zeit (2020) noch nicht bekannt. Es existieren zwei Erklärungsversuche:

  • Dehnungs- und Barorezeptoren könnten die vagalen Antworten auf den Sinusknoten modulieren. Werden die Vorhöfe (v.a. der rechte) bei einer Herzaktion gedehnt, erhöht sich die Chronotropie. Erreicht die dadurch entstehende Pulswelle den Sinus caroticus, wird durch vagale Efferenzen der Barorezeptoren die Chronotropie gesenkt.
  • Die Ventrikelkontraktion könnte die Perfusion des Sinusknotens verbessern, der sich dann früher entladen kann.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Ventrikulophasisches_Ph%C3%A4nomen&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Ventrikulophasisches_Ph%C3%A4nomen

Diese Seite wurde zuletzt am 18. September 2020 um 12:43 Uhr bearbeitet.

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