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Ventrikulophasisches Phänomen

Version vom 18. September 2020, 11:36 Uhr von Aaron Weiß (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Ventrikulophasisches PP-Intervall

Englisch: ventriculophasic reflex

1 Definition

Als ventrikulophasisches Phänomen wird in der Kardiologie eine Änderung des PP-Abstandes bei AV-Block Typ Mobitz II, AV-Block III°, Bigeminus Obwohl bei solch einem AV-Block der PP-Abstand per definitionem kontsant sein sollte, sind typischerweise diejenigen PP-Intervalle, die einen QRS-Komplex einschließen, kürzer als solche, die keinen QRS-Komplex einschließen.

Das klinische Bild, welches aus diesem Phänomen entsteht, ist die ventrikulophasische Sinusarrhythmie.

2 Pathophysiologie

Es existieren zwei Erklärungsversuche für das ventrikulophasische PP-Intervall; abschließend geklärt ist die Ursache jedoch noch nicht. Vermutet wird, dass Dehnungs- und Barorezeptoren die vagalen Antworten auf den Sinusknoten modulieren. Werden die Vorhöfe (v.a. der rechte) bei einer Herzaktion gedehnt, erhöht sich die Chronotropie. Erreicht die dadurch entstehende Pulswelle den Sinus caroticus, wird durch vagale Efferenzen der Barorezeptoren die Chronotropie gesenkt. Darüber hinaus wird vermutet, dass eine Ventrikelkontraktion die Perfusion des Sinusknotens verbessert und somit eine frühere Entladung dessen erfolgen kann.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. September 2020 um 11:36 Uhr bearbeitet.

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