Ventilations-Perfusions-Verhältnis

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Synonym: Ventilations-Perfusions-Quotient
Englisch: V/Q ratio

1 Definition

Das Ventilations-Perfusions-Verhältnis gibt das Verhältnis zwischen der Lungenbelüftung V (pulmonale Ventilation) und der Lungenperfusion Q (entspricht dem Herzzeitvolumen) an.

2 Berechnung

  • Ventilations-Perfusions-Verhältnis = V / Q

V steht für die pulmonale Ventilation mit Atemgas. V beträgt beim gesunden Erwachsenen etwa 5-7 l in der Minute.

Q steht für den pulmonalen Blutfluß. Er beträgt beim Gesunden Erwachsenen etwa 6-8 l in der Minute.

Aus dem Quotienten V/Q ergibt sich das Ventilations-Perfusions-Verhältnis. Er beträgt normalerweise annähernd 0,8.

3 Störungen des V/Q Verhältnisses

Zwei Prinzipien können einer Störung des Ventilations-Perfusions-Verhältnisses zugrunde liegen:

  1. Intrapulmonaler Rechts-Links-Shunt - nicht belüftete aber perfundierte Alveolen führen zur Beimischung von gemischtvenösem Blut in den Körperkreislauf.
  2. Gesteigerte alveoläre Totraumventilation: nicht perfundierte aber belüftete Alveolen reduzieren die effektive alveoläre Ventilation, aufgrund des kompensatorisch gesteigerten Atemminutenvolumens bleibt der Partialdruck des Kohlendioxid jedoch unverändert.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Ventilations-Perfusions-Verh%C3%A4ltnis&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Ventilations-Perfusions-Verh%C3%A4ltnis

Fachgebiete: Physiologie

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