Glukosurie

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(Weitergeleitet von Urinzucker)

Synonyme: Glucosurie, Urinzucker
Englisch: glucosuria

1 Definition

Als Glukosurie bezeichnet man eine unphysiologisch hohe Ausscheidung von Glukose mit dem Urin.

2 Physiologie

Die renale Exkretionsrate für Glukose ist normalerweise kleiner als 0,1%. Erwachsene scheiden deshalb nur etwa 65 mg Glukose pro Tag aus. Erst bei Überschreiten der Nierenschwelle treten relevante Glukosemengen im Urin auf.

3 Ursachen

Eine Glukosurie kann renale und nicht-renale Ursachen haben.

3.1 Renale Ursachen

Als renale Ursachen kommen unter anderem in Frage:

sowie Schäden durch Nierenparenchmyms durch

3.2 Nicht-renale Ursachen

Die häufigste nicht-renale Ursache einer Glukosurie ist der Diabetes mellitus. Eine Glukosurie tritt ab einem Blutzuckerspiegel von etwa 160 mg/dl auf. Während der Schwangerschaft kann die Nierenschwelle für Glucose sinken, sodass es auch bei normaler Glukosetoleranz bei bis zu 40% der Schwangeren eine Glukosurie auftreten kann.

4 Diagnostik

Eine Glukosurie kann mittels Urinteststreifen nachgewiesen werden - zum Beispiel im Rahmen der Urinzucker-Selbstkontrolle.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Glukosurie&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Glukosurie

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