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Ultradünnschnitt

Version vom 19. Oktober 2014, 16:39 Uhr von Jannik Blaschke (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Ultradünnschnitttechnik

1 Definition

Der Ultradünnschnitt ist ein Verfahren, mit dem man von einem Präparat dünne Scheiben erhält, die man anschließend im Transmissionselektronenmikroskop (TEM) betrachten kann.

2 Verwendung

Selbst einzelne Zellen sind meistens viel zu dick, um sie im Elektronenmikroskop durchstrahlen zu können. Deshalb sollten die Schnitte eines Präparates zwischen 20 und 80 nm dick sein. Um z.B. eine Zelle der menschlichen Mundschleimhaut durchstrahlen zu können muss diese in etwa 1000 Scheiben geschnitten werden.

Eine Alternative zum Ultradünnschnitt bietet die Gefrierätztechnik.

3 Durchführung

Zuerst wird das Objekt fixiert. Dazu wird es in verschiedene Substanzen (Osmiumtetroxid, Formaldehyd oder Glutaraldehyd) überführt und die Proteine somit miteinander vernetzt und stabilisiert. Dabei sterben die Zellen ab, während ihre natürlichen Strukturen fast ganz erhalten bleiben. Als nächstes wird das Präparat - z.B. in reinem Alkohol oder in Aceton - entwässert und anschließend in festes und elastisches Kunstharz (z.B. Epoxidharz) eingebettet. Nun kann das Objekt mit dem Diamantmesser eines Ultramikrotoms in etwa 50 nm dicke Scheiben geschnitten werden. Die Schnitte gelangen in eine mit Wasser gefüllte Wanne und schwimmen auf der Wasseroberfläche. Von dort werden die Schnitte auf Kupfernetze übertragen. Mit diesem Trägernetz kann das Präparat in den Strahlengang des Elektronenmikroskops platziert werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Oktober 2014 um 16:39 Uhr bearbeitet.

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