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Tumormarker: Unterschied zwischen den Versionen

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Dadurch das die Tumormarker nur in geringen Konzentrationen im Patientenmaterial vorhanden sind, wird üblicherweise ein Immunoassay (der [[ELISA]] ist hier das mittel der Wahl) zur Detektion herangezogen.
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Dadurch, dass die Tumormarker nur in geringen Konzentrationen im Patientenmaterial vorhanden sind, wird üblicherweise ein [[Immunoassay]] ([[ELISA]] ist hier das Mittel der Wahl) zur Detektion herangezogen.
  
  

Version vom 5. Oktober 2015, 09:46 Uhr

Englisch: tumor marker

1 Definition

Als Tumormarker bezeichnet man Substanzen, die das Vorhandensein und eventuell auch das Stadium oder die Malignität eines Tumors in einem Organismus anzeigen.

2 Biochemie

Tumormarker werden von den Krebszellen selbst gebildet oder sind eine Reaktion anderer Körpergewebe auf das Tumorwachstum. Es kann sich dabei um Proteine, Antigene oder Hormone handeln. Die Messung erfolgt im Blut, im Urin oder im Gewebe.

3 Indikationen

4 Aussagekraft

Der Begriff "Marker" ist streng genommen irreführend. Die meisten Markersubstanzen sind nicht spezifisch für einen bestimmten Tumor oder ein bestimmtes Herkunftsgewebe, sondern können auf mehrere verschiedene Tumoren hinweisen. Die Sensitivität der verschiedenen Marker ist sehr unterschiedlich. Ebenso wenig besteht eine einfache Korrelation zwischen der Tumorgröße und der Höhe des Marker-Spiegels. Die Diagnose eines Tumors basiert deshalb nicht allein auf dem Tumormarker, sondern wird gemeinsam mit anderen diagnostischen Verfahren gestellt.

5 Bestimmung

Dadurch, dass die Tumormarker nur in geringen Konzentrationen im Patientenmaterial vorhanden sind, wird üblicherweise ein Immunoassay (ELISA ist hier das Mittel der Wahl) zur Detektion herangezogen.


 Tumor  Zugehörige(r) Marker
Blasenkarzinom Nukleäres-Matrix-Protein (NMP 22)
Bronchialkarzinom Neuronenspezifische Enolase (NSE),
Antidiuretisches Hormon (ADH)
Gallengangskarzinom Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA19-9)
Hodenkrebs (Seminom) Alpha-1-Fetoprotein (AFP),
Plazentare alkalische Phosphatase (PLAP),
Beta-HCG
Kolonkarzinom Carcinoembryonales Antigen (CEA)
Mammakarzinom Cancer-Antigen 15-3 (CA15-3),
Cancer-Antigen 27.29 (CA27.29),
Mucin-like Carcinoma Associated Antigen (MCA),
HER2/neu
Medulläres Schilddrüsenkarzinom Calcitonin
Ovarialkarzinom Cancer-Antigen 125 (CA125), CA15-3, MCA
Pankreaskarzinom Carbohydrate-Antigen 19-9 (CA19-9)
Prostatakarzinom Prostataspezifisches Antigen (PSA), Myopodin
Schilddrüsenkarzinom Humanes Thyreoglobulin (TG, HTG)
Zervixkarzinom Squamous Cell Carcinoma Antigen (SCC)

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