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Trilemma

Version vom 15. Juli 2004, 01:54 Uhr von 80.141.94.172 (Diskussion)

Synonym: Münchhausen-Trilemma

Das Trilemma ist ein von Hans Albert in seinem "Traktat über kritische Vernunft" (1968) geprägter Begriff für das alte erkenntnistheoretische Problem der Begründbarkeit wissenschaftlicher Aussagen. Seiner These nach muß jede Theorie scheitern, die den Anspruch auf Letztbegründung erhebt. Logisch betrachtet bleiben nur drei Begründungsstrategien, die letztlich alle nicht zufriedenstellend sind, wenn absolute Wahrheit erwartet wird:

  1. der infinite Regreß, d.h. der immer weitergehende Prozeß der Begründung einer Begründung (einer Begründung usw.). Die Begründung eines zu erklärenden Phänomens ist also ihrerseits begründungsbedürftig.
  2. der Zirkelschluß, d.h. die Begründung eines Phänomen ist schon im Phänomen enthalten. Sie dreht sich gewissermaßen um sich selbst.
  3. die dogmatische Setzung, d.h. die schlichte Behauptung, dass ein bestimmtes Phänomen mit der angebotenen Begründung auch tatsächlich erklärt ist. Während dieser, letztlich immer willkürliche, Weg traditionell als "kleineres Übel" gegenüber dem infiniten Regreß verstanden wurde, sprach man dem Zirkelschluss keine Begründungsqualität zu und verteufelte ihn geradezu ("Teufelskreis").

Fachgebiete: Terminologie

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Juli 2004 um 01:54 Uhr bearbeitet.

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