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Tretinoin

Version vom 26. November 2015, 00:22 Uhr von Danny Siwek (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Vitamin-A-Säure (VAS), all-trans-Retinsäure
Englisch: all-trans-retinoic acid (ATRA)

1 Definition

Tretinoin ist ein Arzneistoff, der bei der Therapie der Akne eingesetzt wird.

2 Chemie

Tretinoin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Retinoide, besitzt die Summenformel C20H28O2 und hat eine Molekülmasse von 300.4 g/mol. Es ist ein Stereoisomer des Isotretinoins. Die Substanz liegt als kristalliner, gelber Feststoff vor.

3 Wirkmechanismus

Tretinoin tritt mit intrazellulären Retinoidrezeptoren in Wechselwirkung und stimuliert die Mitoseaktivität der Keratinozyten und hemmt gleichzeitig die Produktion von Keratin. Im Effekt ergibt sich dadurch eine Parakeratose mit Verdünnung der Hornschicht (Stratum corneum). Hornhautablagerungen in Follikelkanälen (ein Faktor der Komedogenese) werden reduziert.

4 Darreichungsform & Wirkung

Der Wirkstoff wird topisch in Form von Salben angewandt. Für die systemische Therapie steht Isotretinoin zur Verfügung.

Bei topischer Applikation wirkt Tretinoin:

5 Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen zählen:

Tretinoin ist teratogen und soll nicht während einer Schwangerschaft angewandt werden. Es liegen keine Hinweise auf eine Toxizität gegenüber Keimzellen vor. Weiterhin bestehen unerwünschte Wechselwirkungen mit Tetracyclinen (Gefahr eines Pseudotumor cerebri).

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Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Juni 2019 um 18:15 Uhr bearbeitet.

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