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Tranylcypromin

Version vom 31. Oktober 2018, 19:21 Uhr von Leonardo Glowna (Diskussion | Beiträge)

Handelsnamen: Parnate, Jatrosom u.a.
Englisch: tranylcypromine

1 Definition

Tranylcypromin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Monoaminooxidasehemmer und gehört zu den Antidepressiva. Vom Wirkmechanismus her gehört es zu den sogenannten Suizidinhibitoren.

2 Chemie

Tranylcypromin hat die Summenformel C9H11N und eine molare Masse von 133,19 g/mol.

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3 Indikationen

4 Wirkmechanismus

Depressionen zeichnen sich vor allem durch fehlenden Antrieb und eine gestörte Stimmung aus. Dabei nimmt man an, dass ein primärer Mangel an Monoaminen wie Noradrenalin oder Serotonin im synaptischen Spalt besteht, der hauptsächlich auf eine verminderte Produktion der genannten Neurotransmitter zurück zu führen ist. Auch die veränderte Expressivität, deren Rezeptoren oder die Bindung an diese kann ein Grund für die erwähnte Mangelerscheinung und die damit zusammenhängende Symptomatik sein. Therapieziel von Antidepressiva ist somit, die Menge an Monoaminen im synaptischen Spalt durch unterschiedliche Angriffspunkte herauf zu setzen.

Um die Monoaminkonzentration (vor allem Serotonin und Noradrenalin, aber auch Adrenalin und Dopamin) zu erhöhen, muss die Monoaminoxidase-A (MAO), deren Aufgabe es ist, Monoamine abzubauen, gehemmt werden. Tranylcypromin ist ein solcher Monoaminoxidasehemmer. Durch die irreversible Inhibition dieses Enzyms wird die Konzentration der Neurotransmitter erhöht.

Die Tatsache, dass Tranylcypromin aber nicht nur die MAO-A (Abbau von Serotonin und Noradrenalin), sondern auch die MAO-B (Abbau von Dopamin) hemmt, führt dazu, dass es im Vergleich zu anderen Arzneistoffen aus dieser Gruppe (z.B. Moclobemid - hemmt nur MAO-A) zu mehr Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen kommt. Die MAO-A baut normalerweise biogene Amine ab. Eine Inhibition führt somit zu deren Anreicherung, was eine hypertensive Krise oder Herzrhythmusstörungen zur Folge haben kann.

Die Aufnahme Tyramin-haltiger Nahrungsmittel wie Rotwein oder Käse trägt zu diesem Effekt zusätzlich bei. Mechanismus: Wie oben erwähnt hemmt Tranylcypromin sowohl die MAO-A als auch die MAO-B. Wird nun Tyramin über die Nahrung aufgenommen, kann dieses nicht mehr abgebaut werden und gelangt in den systemischen Kreislauf. Tyramin selbst wirkt als indirektes Sympathomimetikum, erhöht also die Noradrenalin-Konzentration im synaptischen Spalt, indem es an den NAT bindet und zu einer Arbeitsrichtungsumkehr dieses Symporters führt. Somit wird verstärkt Noradrenalin ausgeschüttet, welches auf der Postsynapse eine hohe Affinität zu alpha-1-Rezeptoren besitzt. Durch Bindung an den Rezeptor kommt es zur Vasokonstriktion und so bisweilen zur lebensbedrohlichen hypertensiven Krise.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Trancylpromin und wirkt wie die Amphetamine exzitatorisch auf das ZNS, viele der Nebenwirkungen können auf seine stimulierende Wirkung zurückgeführt werden.

6 Kontraindikationen

Diese Seite wurde zuletzt am 31. Oktober 2018 um 19:21 Uhr bearbeitet.

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