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Tourniquet-Syndrom

Version vom 11. Mai 2009, 20:50 Uhr von Dominic Prinz (Diskussion | Beiträge)

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von englisch: Tourniquet- Stauschlauch
Synonym: Postischämie-Syndrom, postischämisches Syndrom

1 Definition

Das Tourniquet-Syndrom ist eine akut lebensbedrohlich Komplikation der Revaskularisation nach länger bestehendem thrombotischem Gefäßverschluss mittels

2 Pathophysiologie

Eine prolongierte Ischämie (> 6h) verursacht eine Gewebsnekrose (siehe auch Rhabdomyolyse) mit Bildung und Akkumulation toxischer Substanzen (insbesondere Kalium, Myoglobin und Laktat).

Wird das Gewebe postischämisch reperfundiert, bildet sich aufgrund der gesteigerten Gefäßwandpermeabilität ein Ödem mit Gefahr eines volumenverlustbedingten hypovolämischen Schockes. Durch ödembedingte Gefäßkompression können im Sinne eines Circulus vitiosus die ischämiebedingten Folgen noch verstärkt werden.

Kalium, Myoglobin und Lactat werden aus dem Gewebe ausgeschwemmt und verursachen:

3 Therapie

Das Tourniquet-Syndrom ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand, der eine intensivmedizinische Überwachung erfordert. Regelmäßige BGA- Analysen und Überwachung des Kalium-Spiegels sind obligat.

Die Therapie besteht in einer Volumensubstitution bei forcierter Diurese mittels intravenöser Diuretikagabe (Lasix®). Eine metabolischen Azidose sollte mittels Natriumbicarbonat- Pufferung behandelt werden.

Bei ausgedehntem Weichteilödem ist eine entlastende Fasziotomie indiziert.

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Mai 2009 um 20:22 Uhr bearbeitet.

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