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Tonschwellenaudiogramm

Version vom 22. Januar 2016, 07:21 Uhr von Prof. Dr. O. Michel (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Reintonaudiogramm, Tonaudiogramm, Audiogramm
Englisch: audiogram, "pure tone audiogram"

1 Definition

Das Tonschwellenaudiogramm bzw. die Tonschwellenaudiometrie dient zur Überprüfung des Gehörs eines Audiometers. Es ist ein subjektives Verfahren, bei dem es auf die Mitarbeit des Patienten ankommt. Es wird bei diesem Verfahren die Hörschwelle mittels reiner Töne (Sinusschwingungen) bestimmt.

2 Hintergrund

Im Tonschwellenaudiogramm wird die Übertragung von Schall auf das Innenohr mittels Kopfhörer geprüft. Man unterscheidet die Luftleitungs- von der Knochenleitungskurve. Letztere misst die Innenohrleistung, u.a. die der Haarzellen, die sich im Corti-Organ befinden.

Gemessen wird mit reinen Sinustönen, die über die Frequenzen 125 Hz bis in der Regel 10 kHz gemessen werden. Die Lautstärke wird dabei jeweils von 0 dB bis zu 120 dB variiert. Eine Variante ist die Hochtonaudiometrie, bei der bis 20 kHz gemessen wird.

Die Luftleitungskurve überprüft die Schallleitung und Innenohrhörleistung. Störungen der Schalleitung entstehen im äußeren Ohr (Gehörgang) und Mittelohr. Die Knochenleitungsschwelle gibt die Innenohrhörleistung wider. Die Prüfungen erfolgen mittels geeichter Kopfhörer nach ISO-Norm. Wichtig ist bei der Gehörprüfung eine gute Dämmung gegen Umweltschall (Lärm, Trittschall und Gebäudeschall) - deshalb befindet sich der Patient während der Untersuchung in der Regel in einer schalldichten Hörprüfkabine.

Das Gegenohr wird bei größeren Unterschieden im Hörvermögen zwischen beiden Seiten mit Rauschen vertäubt, um zu vermeiden, dass die Töne mit dem Gegenohr gehört werden.

Sonderformen der Tonaudiometrie sind die Freifeldaudiometrie und die Spielaudiometrie Kindern.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Januar 2016 um 13:07 Uhr bearbeitet.

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