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Thrombus

Version vom 13. Juni 2004, 18:26 Uhr von Dr. med. Martin Scheel (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Ein Thrombus ist ein durch intravitale Gerinnung im Kreislaufsystem entstandenes Blutgerinnsel.

Man unterscheidet:

  • Abscheidungsthromben
  • Gerinnungsthromben
  • Gemischte Thromben


2 Abscheidungsthrombus

Wegen einer Schädigung des Endothels lagern sich Thrombozyten an die subendothelialen Strukturen an. Die nun aktivierten Thrombozyten haften aneinander und setzten verschiedene Aktivatoren des Gerinnungssystems frei, die zu der Bildung eines Fibrinnetztes um das Thrombozytenaggregat führen. Wegen der hellen Farbe der Thrombozyten wird der Abscheidungsthrombus auch als weißer Thrombus bezeichnet.

3 Gerinnungsthrombus

Durch Verlangsamung oder Stase des Blutflusses kommt es zur Aktivierung des Gerrinugssystems. Im betroffenem Bereich gerinnt teilweise eine ganze Blutsäule. Der Thrombus entspricht daher in seiner Zellzusammensetztung und Farbe dem normalen Blut. ("Roter Thrombus")

4 Gemischter Thrombus

Die Bildung eines Abscheidungsthrombus führt zur Störung des Blutflusses mit der Ausbildung eines Gerrinnungsthrombus. Morphologisch lässt sich ein heller "Kopf" (weißer Thrombus) von einem dunklen "Schwanz" (roter Thrombus) abgrenzen.

5 Verlauf und Komplikationen

Ein Thrombus kann prinzipiell durch das Fibrinolysesystem wieder abgebaut werden. Die Vollständigkeit dieses Vorganges hängt von seinem Alter und seiner Größe ab. Therapeutisch kann dieser Vorgang durch eine Thrombolyse forciert werden. Verbleibt der Thrombus im Gefäß, kann er je nach Lokalisation und Größe klinisch unauffällig bleiben oder den Blutzu- oder -abfluß behindern und ganz zum Erliegen bringen. Dies ist mit entsprechenden Schäden der betroffenden Organe verbunden. Teile des Thrombus können sich ablösen und in nachfolgenden Gebieten Gefäßverschlüsse verursachen (Herzinfarkt, Lungenembolie, Apoplex).

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