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Thrombozyt

Version vom 26. Februar 2004, 00:59 Uhr von 80.141.93.192 (Diskussion)

Synonym: Blutplättchen

1 Definition

Die Thrombozyten sind flache, rundliche, kernlose, 1-4 µm große und 0,5-0,75 µm dicke Blutbestandteile, die durch Abschnürung der Megakaryozyten des Knochenmarks entstehen. Ihre Lebensdauer beträgt etwa 9-12 Tage. Ihr Abbau erfolgt in der Milz, Leber und Lunge. Im Blut eines gesunden Erwachsenen befinden sich 150 000 -
350 000 Blutplättchen pro µl. Diese befinden sich in einem inaktiviertem Zustand und werden durch Oberflächenkontakt in einen aktivierten Zustand überführt. Sie setzen dabei Stoffe frei, die für die Blutstillung notwendig sind.

2 Histologie

Thrombozyten bestehen aus verschiedenen Granulumtypen, Ribosomen, Glykogenbestandteilen, dem Granulomer und einer granulumfreien peripheren Zone, dem Hyalomer. Das Hyalomer enthält kontraktile Mikrofilamente, die aus Aktin, Myosin und Tropomyosin bestehen. Zum Granulomer gehören Mitochondrien, Glykogenvesikel, Lysosomen, dichte Granula und helle Alpha-Granula, die u.a. den von-Willebrand-Faktor, Fibronektin, Thrombospondin, den Blutblättchen-Wachstumsfaktor (PDGF) und ein heparinneutralisierendes Protein enthalten. Thrombozyten verfügen über Enzyme der Glykolyse, der Atmungskette, des Pentosephosphatzyklus, des Citratzyklus und über ATPase. Außerdem sind die Thrombozyten in der Lage, aus ihrer Zellmembran Arachidonsäure freizusetzen.

3 Physiologie

Bei einer Verletzung, und einer damit erfolgenden Eröffnung der Blutgefäße, kommt es in sekundenschnelle durch die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten und der anschließenden Fibrinbildung zur Blutstillung.

4 Pathophysiologie

Ein krankhafter Mangel an Thrombozyten, bei der die Zahl der Blutblättchen unter 150 000/µl fällt, wird als Thrombozytopenie, ein Überschuss über 500 000/µl als Thrombozytose bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Februar 2004 um 00:59 Uhr bearbeitet.

Vielen Dank für den Hinweis! Wir schauen uns das noch einmal an, ob wir den Fehler beheben können. Viele Grüße!
#5 am 21.09.2021 von Inga Schippan (DocCheck Team)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Maßstab des Blutausstrichs immer noch nicht stimmt.
#4 am 21.09.2021 von Malte Homann (Nichtmedizinischer Beruf)
Du hast recht. Ein Erythozyt hätte da einen Durchmesser von 12 cm - also in etwa den einer Untertasse. Wir checken mal, ob wir da einen Fehler gemacht haben oder das ein Glitch der Software ist, die wir benutzen. Danke für den Hinweis!
#3 am 14.07.2020 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Danke für den Hinweis, wir ändern den Maßstab.
#2 am 14.07.2020 von Bijan Fink (Arzt | Ärztin)
Der Maßstab des Ausstrichs ist mindestens um den Faktor 1000 zu groß.
#1 am 13.07.2020 von Samuel Rist (Student/in der Humanmedizin)

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